08. Februar 2012

Exportschlager Ranger-Training

Ausbildung für Geopark-Ranger aus Hongkong

18.06.2010, Lorsch - Im Globalen Geopark-Netzwerk der UNESCO ist die Rangerausbildung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald hoch angesehen. Nach einer Gruppe aus Griechenland waren nun Mitarbeiter des Nationalen Geoparks Hongkong (VR China) in der Region, um sich im Rahmen eines einwöchigen Blockseminars Know How für Umweltbildung, Landschaftsinterpretation und Erlebnispädagogik anzueignen.

Die acht angehenden Rangerinnen und Ranger sind in der dortigen Geopark-Verwaltung beschäftigt und beabsichtigen, hochwertige, aber dennoch unterhaltsame und spannende Führungen für Besucher und Schulklassen zu entwickeln. Genau hierfür bietet die hiesige Rangerausbildung die besten Voraussetzungen.

Untergebracht im idyllischen Feriendorf Fürth-Kröckelbach, ging es gemeinsam mit dem Team von Geo-Naturpark-Geschäftsführer Reinhard Diehl jeden Tag entweder in den Wald direkt vor Ort oder im Rahmen von Exkursionen in  die Region. Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie dem Geopark-Informationszentrum Walldürn oder der Welterbe Grube Messel gGmbH als Co-Veranstalter erweiterte hierbei das Erfahrungsspektrum der Teilnehmer.

Die hatten einiges zu verdauen – neben der Konversation in englischer Sprache und dem ungewohnten Essen, das jedoch durchweg als „hen hao“ (sehr gut) bezeichnet wurde, galt es jeden Tag von Früh bis Spät neue Eindrücke und Herausforderungen zu bewältigen. Dass der Spaß dabei trotzdem nicht zu kurz kommt, war für die angehenden Ranger eine wichtige Erfahrung, denn dies ist auch einer der elementaren Faktoren für das Gelingen ihrer eigenen Angebote, die sie auf der Basis des hier Gelernten entwickeln werden.

Lernen konnten die Gäste aus Hongkong auf vielfältige Weise: ein interkulturelles Kommunikationstraining ebnete den Einstieg, Geopark-Ranger kamen, um ihre Aktionen durchzuführen, „Natur mit allen Sinnen erleben“ stand auf dem Programm, ein Besuch beim Welterbe Grube Messel zeigte, wie die weltberühmte Fossilfundstätte spannend und  anschaulich vermittelt wird, im Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf wurde das Mittelalter wieder lebendig und  eineinhalb Tage intensive Landschaftsinterpretation schufen neue Zusammenhänge und Perspektiven.

Daneben konnten die Teilnehmer im Rahmen von Interviews mit dem Hessischen Rundfunk erste Medienerfahrung sammeln.  Nach einem Besuch des Rheins, einem zünftigen Abschlussgrillen am Forsthaus Almen und der Überreichung der Abschlusszertifikate ging die ereignisreiche Woche zu Ende und die frisch gebackenen Geopark-Ranger fuhren mit allseits zufriedenen Gesichtern und jeder Menge neuem Wissen im Gepäck zurück ins Reich der Mitte.


JW/Foto: zg
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