17. Mai 2012

Spielfilm

Crazy Stupid Love

WebCode: Love1000

09.08.2011, VERLOSUNG: Anrufen und gewinnen!
Wir verlosen jeweils 5 x 2 Karten für das Cineplex & CinemaxX-Kino in Mannheim und das Cineplex Bruchsal.

Losungswort: "Love" und den gewünschten Kinoort und Telefonnummer angeben. Bitte nennen Sie uns zwingend Ihre Tel.-Nr., damit wir die Gewinner benachrichtigen können!
Verlosungshotline: 0137-837 00 17*
Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.08.2011, 22 Uhr

* 0,50 Euro/Anruf. Es werden insgesamt 20 Karten verlost. Teilnahmeberechtigt ist jedermann, ausgenommen Mitarbeiter des Verlags und deren Angehörige. Die Gewinner/-innen werden telefonisch benachrichtigt.

Die Gewinne können an den folgenden Tagen eingelöst werden: 22.08.2011 bis 31.08.2011 (jedoch nicht Sa./So.)

Regie: Glenn Ficarra, John Requa
Darsteller: Steve Carell, Julianne Moore, Ryan Gosling
Kinostart: 18.08.2011

Charmante und witzige Komödie über einen Familienvater in der Ehekrise, der durch einen Womanizer lernt, viele Frauen zu erobern und damit zu seiner eigenen zurückfindet.

Als seine Frau ankündigt, ihn nach vielen Ehejahren verlassen zu wollen, fällt Cal in ein tiefes Loch und schließlich regelmäßig in eine Bar ein. Nach mehreren Abstürzen in Selbstmitleid nimmt sich Jacob, der in diesem Revier ständig Frauen abschleppt, seiner an. So wird aus dem braven Mann nach einem peinlichen Lernprozess schließlich ein Eroberer. Doch Cal sehnt sich nach seiner großen Liebe, nach den tiefen Gefühlen, die auch seinen 13-jährigen Sohn schon erwischt haben und auch Womanizer Jacob infizieren werden.

"Crazy, Stupid, Love" ist nicht Billy Wilder, aber in der Komödienlandschaft doch eine sichtbare Erhebung. Auffällig sind witzige Dialoge und das Interesse an mehreren Figuren (Drehbuch: Dan Fogelman), Regisseure (Glen Ficarra, John Recqua), die wie schon in " I Love You, Phillip Morris" Gefühle ernst nehmen und trotzdem smarte Komik generieren und die starke Besetzung. Julianne Moore zeigt Verletzlichkeit, Ryan Gosling in ungewohnter Rolle Star-Magnetismus und der junge Jonah Bobo das, was den Film insgesamt prägt: Herz und Charme.
Die Geschichte eines Familienvaters in der Ehekrise, der mit Hilfe eines Womanizers lernt, seine Frau zurückzuerobern, gibt Hoffnung für die Liebe und für Komödien mit Niveau.

"Es hätte auch Krebs sein können", wird Cal im Büro ermuntert, nachdem ihm seine Frau mit Scheidungsabsichten aus seinem bisher perfekten Leben gerissen hat. Die Kombination von ernst zu nehmendem Gefühlschaos und pointiertem Witz prägt den neuen Film von Glen Ficarra und John Recqua, die nach "I Love You, Phillip Morris" ein weiteres Plädoyer für die Liebe halten, dabei aber Kurs auf ein größeres Publikum nehmen. Mit einem Szenario, das den Mustern des Genres folgt, dockt diese Krisenkomödie am Mainstream an, ohne Kontakt zum Derben aufzunehmen. Dafür steht auch Steve Carells Protagonist Cal, der in ein tiefes Loch fällt, als Emily, seine erste und einzige Liebe, ihm die Trennung ankündigt. Was folgt, ist Cals Lernprozess, die Verantwortung für das Scheitern einer glücklichen Ehe auch bei sich selbst zu suchen. Zunächst aber ertrinkt er in Selbstmitleid, in einer Bar, wo er Womanizer Jacob (Ryan Gosling) kennenlernt, der dem verzweifelten Beziehungsunfall lehren will, sich mit vielen Frauen über eine hinwegzutrösten. Vom eröffnenden Make-over, mit dem der Sneakerverwahrlosungs-Look von einem stilvollen Eroberungsoutfit abgelöst wird, über peinliche Erstversuche als selbstbewusster Aufreißer bis hin zur Befreiung durch Marisa Tomei, die wieder einmal einen verunsicherten Mann sexuell von seinem Elend erlösen muss, folgt hier einiges der Konvention. Außergewöhnlich aber ist der parallel entwickelte Handlungsstrang mit Cals Sohn - ein smarter 13-Jähriger, der seine ältere Babysitterin mit Liebesschwüren verfolgt und dem Vater mit Hartnäckigkeit und großen romantischen Gesten vorlebt, was er vernachlässigt hat. Diese Leidenschaft bei scheinbarer Aussichtslosigkeit bringt "Crazy, Stupid, Love" in den Kosmos von Wes Andersons "Rushmore", an den diese Komödie in ihren besten Momenten erinnert. Überzeugend ist auch die Entwicklung eines coolen Frauenjägers zum verliebten Ersttäter, die Ryan Gosling und Emma Stone plausibel machen. Für zusätzliche emotionale Erdung sorgt Julianne Moore mit berührender Verletzlichkeit als Carells Frau, die nach der Trennung ähnlich desorientiert ist wie ihr Mann. "Crazy, Stupid, Love", ist als Beziehungsseismograph sensibel, aber geht nicht tiefer, als es sein Unterhaltungsauftrag für ein großes Publikum zulässt und ist am Ende auch märchenhaft versöhnlich. Aber das Drehbuch von Dan Fogelman ("Rapunzel - Neu verföhnt") zeigt Wortwitz und ein sichtbares Interesse an mehreren Figuren, der Film selbst Zurückhaltung in der Inszenierung von Situationskomik, die Besetzung überdurschnittliche Qualität. Am Ende verlässt man das Kino mit einem Lächeln, das größere Halbwertszeit als jeder Lacher hat, und dem Gefühl, dass Charme im Mainstream tatsächlich noch eine Nische gefunden hat.

kob
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