04. November 2009
Mit Genesis-Cover erfolgreich
Interview mit den "Machern" von "Phil"

Bruchsal - Die Formation „Phil“ ist seit über zehn Jahren als Coverband von Songs von Phil Collins und Genesis erfolgreich. Anlässlich ihres „Lovesongs-unplugged-Konzerts“ in den „Grombacher Stuben“ in Obergrombach gaben Jürgen Mayer und Kurt Meister der Bruchsaler Woche ein Interview.
Bruchsaler Woche (BW): „Wie lange gibt es jetzt schon „Phil“ genau?“
Jürgen Mayer: Unser erstes Konzert war im Sommer 1998 ein Auftritt am Philipp-See in Bad Schönborn. Als „Durchbruch“ kann man wenig später ein Konzert in der Rockfabrik in Bruchsal bezeichnen, das auf große Presse- und Publikums-Resonanz stieß.
BW: „Worauf baut der dauerhafte Erfolg von „Phil“ auf?“
Kurt Meister: Das beruht in erster Linie in der Person von Jürgen Mayer. Er ist eingefleischter Phil-Collins-Fan; dazu sieht er ihm ähnlich und das Wichtigste: seine Stimme kommt der des Originals sehr nahe.
Jürgen Mayer: Eine Stimme allein füllt noch kein Zelt und keinen Konzertsaal. Dazu braucht es eine Reihe ausgezeichneter Musiker und Sänger sowie die Mitarbeiter backstage, die den Frontman unterstützen.
BW: „Wirkt sich auf die Dauer die einseitige Beschränkung auf die Wiedergabe von Phil-Collins- und Genesis-Songs nicht negativ aus?“
Kurt Meister: Auf keinen Fall. Wir versuchen, unsere Auftritte in bestimmten Gebieten zu beschränken, damit wir uns nicht „abnutzen“.
Jürgen Mayer: Ganz im Gegenteil. Wir erhalten mehr Anfragen als je zuvor. Zwischenzeitlich waen wir auch schon in anderen Teilen Deutsch-lands unterwegs, dazu noch in Frankreich und Italien. Wenn wir allen Angeboten nachkommen würden, könnten wir sogar profimäßig davon leben.
BW: „Was waren bisher die Höhepunkte von elf Jahren „Phil“?“
Jürgen Mayer: Das war für mich nicht unbedingt ein Bühnenauftritt, sondern das Zusammentreffen mit dem Original-„Phil“ anlässlich eines Konzerts im Juni 2004 in der Schleyerhalle in Stuttgart. Wir tauchen auch als einzige namhafte Cover-Band von Phil Collins auf dessen Homepage auf.
Kurt Meister: Absolute Bühnen-Höhepunkte sind natürlich die Auftritte beim Flugplatz-Fest in Bruchsal. Die haben inzwischen Kultstatus erreicht. Alljährlich finden mehrere tausend Fans von uns den Weg nach Bruchsal und wenn aus tausend Kehlen „Another Day in Paradiese“ erklingt – das hat schon etwas.
BW: Wie passen dann die „Unplugged“-Konzerte in Obergrombach in das Konzept?“
Jürgen Mayer: Diese Konzerte sind sehr inspirativ. Der Kontakt fast hautnah zum Publikum, das Interieur des Raumes – alles das verstärkt ein Feeling, das auf einer großen Bühne vor großem Publikum nicht an einen herankommt. Ein solches Konzert kann sich in eine Richtung entwickeln, die vorher nicht angedeutet war.
BW: „Was bringt die Zukunft für „Phil?“
Kurt Meister: Wir wollen auf jeden Fall weitermachen – so lange das Publikum uns hören will. Im Vordergrund steht: die Qualität unserer Musik aufrechterhalten. Außerdem haben wir noch jede Menge neuer Ideen und Projekte, die wir verwirklichen wollen.
BW: „Vielen Dank, die Herren, für das Interview.“
wak
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