Metropolregion Rhein-Neckar
Finalisten für den Bürgerpreis stehen fest
07.09.2010, Mannheim - In Mannheim wurden am gestrigen Montag acht Projekte vorgestellt, die für den Bürgerpreis der Stiftung Metropolregion Rhein-Neckar nominiert sind. Dieser wird am 30. September 2010 zum zweiten Mal nach 2008 bei einer festlichen Preisverleihung im Mannheimer Rosengarten vergeben. Gesucht wurden zwischen Februar und Juni in den drei Kategorien „Junioren“, „Starter“ und „Profis“ noch nicht umgesetzte Projektideen, die sich bestehenden Herausforderungen in der Region annehmen und einen Beitrag zum Miteinander in der Region leisten. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro je Kategorie soll der Umsetzung der Vorhaben dienen. Insgesamt gingen 67 Bewerbungen ein.
Die Nominierten in den Kategorien „Profis“ und „Junioren“
In der Kategorie „Profis“ (Personen, die ihre Vorhaben innerhalbeiner bestehenden Institution oder Initiative entwickeln) wurden 41 Bewerbungen eingereicht.
Nominiert sind:
• „Ersatzgroßeltern“, Lingenfeld
• „Fair Trade Metropolregion Rhein-Neckar“, Viernheim
• „Social Meets Culture-Workshops“, Mannheim
• „Neubürger entdecken die MRN mit dem Rad”, Heidelberg
In der Kategorie „Junioren“ (Schüler, Auszubildende und Studierende bis 27 Jahren, die ihre Projekte alleine oder im Team entwickeln) gingen elf Bewerbungen ein.
Nominiert sind:
• „Alte Lieder – Jung entdeckt“, Weinheim
• „Gemeinsam sind wir stark“, Mannheim
• „JuMbO – gemeinsam schaffen wir’s“, Rohrbach
• „Ethik-Kodex an der Universität Mannheim”, Mannheim
Die acht Finalisten wurden von einer fünfköpfigen Jury (Zusammensetzungsiehe Anhang) und dem Stiftungsrat ermittelt. „Wie bereits vor zwei Jahren standen sowohl die Jury als auch der Stiftungsrat vor der schier unlösbaren Aufgabe, aus der Vielzahl hochkarätiger und kreativer Bewerbungen eine Auswahl zutreffen“, so Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Metropolregion Rhein-Neckar. Die Nominierungen erfolgten für hervorragendes Engagement, Aktualität und Bedeutung des Themas, regionale Vernetzung, Anknüpfungsmöglichkeiten für bereits Engagierte und neue Ehrenamtliche sowie Breitenwirkung für die Region. „In den Köpfen der Menschen schlummern hervorragende Ehrenamts-Ideen. Mit dem Bürgerpreis möchten wir diese Wirklichkeit werden lassen. Das unterscheidet unsere Auszeichnung von bestehenden, die zumeist abgeschlossene Projekte würdigen“, so Lautenschläger weiter.
Keine Preisvergabe in der Kategorie „Starter“
In der Kategorie „Starter“ (Personen, die ihre Projektidee alleineoder im Team entwickeln) wird 2010 indes kein Preis vergeben. „Die 15 eingereichten Bewerbungen waren zwar sehr interessant,entsprachen aber leider nicht den Ausschreibungskriterien. Darum hat sich der Stiftungsrat dazu entschieden, das Preisgeld der Kategorie ‚Profis‘ zuzuführen und dort zwei Projekte zu prämieren“, bilanziert Dr. Josef Zimmermann, Mitglied des Stiftungsrates.
Das vierköpfige Gremium beschloss außerdem, das im Jahr 2008 nicht vergebene Preisgeld in der Kategorie „Junioren“ in diesem Jahr auszuschütten. Damit können sich am 30. September auch in dieser Kategorie zwei Preisträger über ein Startkapital von je 10.000 Euro freuen. „Im Rahmen der ersten Ausschreibung vor zwei Jahren gab es bei den Junioren keine geeigneten Bewerber. Deshalb haben wir noch stärker an Schulen und Universitäten für den Bürgerpreis geworben und die Teilnahmebedigungen weiterentwickelt. Mit Erfolg, denn diesmal gehen gleich vier sehr gute Projektideen in das Rennen um den Bürgerpreis“, sagt Stiftungsratmitglied Dr. Manfred Fuchs. Zur Unterstützung der Junioren wurden in diesem Jahr z. B. gemeinsam mit der Freiwilligen-Akademie-Rhein-Neckar sog. Bürgerpreis-Mentoren ausgebildet, die auf Wunsch der Bewerber bei der Ideenfindung und der Projektplanung Hilfestellung leisteten.
Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Die Preisverleihung stellt den feierlichen Abschluss der beiden regionalen Aktionen im Rahmen der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements dar. Gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und insbesondere auch aus dem Ehrenamtsbereich werden am 30. September die Preisträger und das Engagement einer ganzen Region gefeiert. Zuvor sind beim Freiwilligentag am 18. September 2010 alle Einwohner der Regiondazu aufgerufen, sich einen Tag lang ehrenamtlich zu engagieren. Getreu dem Motto „wir-schaffen-was“ stehen dafür über 230 Projektein knapp 60 Kommunen zur Auswahl.
Unter www.wir-schaffen-was.de finden Einzelpersonen, Familien, Freunde, Firmen- und Vereinsteams Kurzporträts zu allen Projekten und eine Möglichkeit, sich direkt als Helfer anzumelden. Alle Teilnehmer erhalten als Dankeschön ein blaues T-Shirt mit der Aufschrift „wir-schaffen-was“ und haben am Freiwilligentag freie Fahrt mit Bussen, Straßenbahnen und freigegebenen Zügen im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar.
MRN/Foto: MRN
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