Zum naturnahen Garten:
Die Schmetterlingssaison ist eröffnet
04.07.2010, Bruchsal - Noch sind die lieblichen Tierchen noch nicht überall zu sehen, je mehr Pflanzen aber in den heimischen Gärten zu blühen beginnen, desto reger wird der Betrieb im eigenen Garten.
Mit über 16.000 verschiedenen Arten gehören die Schmetterlinge mit zu den artenreichsten Tieren der Gattung Insekten.
Laut der Landesdatenbank für Schmetterlinge in Baden-Württemberg ist die Region Pforzheim-Karlsruhe- Heidelberg mit rund 600 verschiedenen Schmetterlingsarten die artenreichste Region. In Baden-Württemberg leben 1.167 Großschmetterlingsarten insgesamt.
Der Schmetterling oder Falter ist ähnlich nützlich wie die Biene im Bestäuben von Blüten. Er fliegt täglich mehrere Hundert Blüten an, um mit seinem langen Rüssel an Nektar zu kommen, und dadurch verbreitet er den Blütenstaub.
Durch seine auffallend großen Flügel, die meist bunt gefärbt sind, spricht er das Auge in besonderem Maße an. Die besonderen Muster auf den Flügeln haben sich im Rahmen der Evolution herausgebildet und dienen dem Schmetterling möglichen Fraßfeinden gegenüber als Schutz in Form von optischen Täuschungen. So findet man auf dem Tagpfauenauge Tieraugen, andere wiederum täuschen durch ihre auffällige Farbe Giftigkeit vor.
Durch immer weiter eingeschränkten Lebensraum, Entwässerung von Feuchtgebieten, entfernen von Futterpflanzen (Unkraut) und der Einsatz von Pestiziden sind auch solche nützlichen Insekten bedroht. 40% der Schmetterlinge sind massiv gefährdet, bei den Tagfaltern liegt der Anteil sogar bei 50%.
Was kann man als Gartenbesitzer zum Erhalt der Arten tun?
Das Anpflanzen heimischer Baum- und Straucharten kann sich positiv auswirken, naturnahe Hecken als Gartenzaun, aber auch das Anpflanzen von heimischen Wildblumen wie Kartäusernelke, Skabiose, Tüpfeljohanniskraut, Wilder Majoran und andere locken mit ihren Farben und Düften Schmetterlinge an. Ein besonders beliebter Strauch ist der blühende Sommerflieder, der regelmäßig zahlreich bevölkert wird.
Auch an die Eiablage sollte gedacht werden. Die Raupen der Schmetterlinge fühlen sich im verwilderten Teil des Gartens am wohlsten, zwischen Disteln und Brennnesseln.
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