03.02.2010, In Zeiten von Klimawandel und steigenden Energiepreisen entscheiden sich viele Besitzer von Altbauten, ihre vier Wände zu sanieren. Eine neue Außendämmung sowie wärmeisolierende Fenster und Türen können die Heizkosten schließlich erheblich senken. Doch gerade diese umfassende Sanierung führt unter gewissen Witterungsbedingungen zu einem lästigen Nebeneffekt: Im Winter sind die Scheiben morgens milchig und undurchsichtig. Die Wärme in den Räumen kann durch das Isolierglas der Fenster nicht nach draußen entweichen.
Das führt dazu, dass die äußere Glasfläche trotz warmer Innentemperaturen kalt bleibt. Ist durch feucht-kühle Tage zuvor der Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft relativ hoch, schlägt sich Tauwasser an der Außenscheibe nieder – sinkt die Temperatur wieder unter Null Grad, gefriert das Tauwasser an der kalten Glasfläche zu einer Eisschicht. Was also eigentlich ein Beweis für die Wirksamkeit der Gebäudesanierung ist, kann bei solch einer Wetterlage zum Nachteil für die Bewohner werden: Die freie Sicht nach draußen wird verhindert.
Eine simple Vorkehrung hilft, die Fenster eisfrei zu halten: Das rechtzeitige Herunterlassen der Rollläden am Abend. Denn geschlossene Rollläden schließen zwischen Fenster und Rollladenpanzer ein wärme dämmendes Luftpolster ein. Als Helfer bietet sich eine Automatisierung mit Zeitschaltuhren an. Sie schließen den Behang automatisch zum Sonnenuntergang und schirmen die Außenscheibe von der Nachtkälte ab. Morgens fahren die Rollläden wieder hoch – und gewähren einen eisfreien Ausblick auf die Winterlandschaft.
m/Foto: akz