17. Mai 2012

Noch 200 Ausbildungsstellen

Handwerk braucht dringend qualifizierten Nachwuchs

06.10.2009, Mannheim - Die Wirtschaftskrise kann der Ausbildungsbereitschaft des Handwerks in der Region Rhein-Neckar-Odenwald bisher nichts anhaben. Mit 1.253 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen starten die Handwerksbetriebe in das am 1. September beginnende Ausbildungsjahr. „Das sind zwar 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings rechnen wir jetzt nach den Sommerferien noch mit einem Schwung neuer Ausbildungsverträge, so dass verlässliche Zahlen erst Ende September vorliegen werden“, betont Claudia Orth, Leiterin des Geschäftsbereiches Berufliche Bildung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. Und ergänzt: „Im Übrigen sind allein für das jetzt neu begonnene Lehrjahr etwa noch 200 Ausbildungsstellen frei“.

„Unsere Betriebe wissen, dass es ein Fehler wäre, ausgerechnet jetzt bei der Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses zu sparen“, erläutert Orth weiter.
Jede Ausbildung eines jungen Menschen ist eine wichtige Investition in die Zukunft, an der auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten nicht gerüttelt werden darf. Zumal die Schülerzahlen schon jetzt rückläufig sind und der Wettbewerb um den Nachwuchs zunimmt. Nach wie vor fehlt es aber vielen Jugendlichen an der nötigen Ausbildungsreife. Mangelnde Deutsch- und Mathematikkenntnisse, aber auch eine häufig fehlende Motivation führen dazu, dass auch in diesem Jahr etliche Ausbildungsplätze im Handwerk nicht besetzt werden können.

Allein in der online-Ausbildungsbörse der Handwerkskammer unter www.hwk-mannheim.de finden sich noch immer 200 offene Ausbildungsplätze, für die sich bisher nicht die richtigen Bewerber gefunden haben. Das Handwerk der Region wird deshalb seine Anstrengungen in den kommenden Jahren weiter verstärken, um das Interesse junger Menschen für eine handwerkliche Ausbildung zu wecken.

Mindestens ebenso wichtig wie die Qualität der Bewerber ist die Qualität der Ausbildung. Deshalb müssen zu Beginn des Ausbildungsjahres ausreichende arbeits- und berufspädagogische Kenntnisse von den Ausbildungsbetrieben nachgewiesen werden. Es hat sich gezeigt, dass die Qualität der Ausbildung tatsächlich gelitten hat, seit die Bundesregierung die sogenannte Ausbildereignungsverordnung im Jahre 2002 ausgesetzt hat. Das Handwerk hat sich gegenüber der Politik mit Nachdruck für eine Wiedereinführung zur Qualitätssicherung der handwerklichen Ausbildung eingesetzt.

Kontakt: info@hwk-mannheim.de
orth@hwk-mannheim.de


Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
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