17. Mai 2012

Tipps für die Heizperiode

Clever heizen mit Köpfchen

19.10.2009, Heidelberg -

Wer clever heizt, kann ohne zu frieren viel Energie und Geld sparen. Die Sparpotentiale sind erheblich: Rund 80 % der im Haushalt verbrauchten Energie werden zum Heizen benötigt. Und das, obwohl in Deutschlands Haushalten doppelt so viel Heizenergie verbraucht wird, als nach dem heutigen Standard nötig wäre. Dagegen lässt sich etwas unternehmen.

Richtig abdrehen: Räume nur bei Bedarf heizen

Durch den gezielten Griff an den Heizthermostat können Sie sozusagen im Handumdrehen viel Energie und Geld sparen: Wenn Sie das Haus oder die Wohnung für ein bis zwei Tagen verlassen genügen 15 Grad, bei längerer Abwesenheit 12 Grad.

Jedes Grad zählt: Räume nicht überheizen

Überhitzte Räumen brauchen unnötig Energie und erhöhen die Erkältungsgefahr. Unterschiedlich temperierte Raume stimulieren hingegen das Immunsystem: Wohn- und Arbeitsräume können etwas wärmer, Schlafräume dagegen kühler sein. Faustregel: Jedes Grad Raumtemperatur weniger mindert die Heizkosten um etwa 6 %.

Kurz und gründlich lüften

Wer sein Fenster im „Dauerkipp“ hat und dabei die Heizung auf vollen Touren laufen lässt, heizt das Geld zum Fenster hinaus. Besser ist es, mehrmals täglich maximal zehn Minuten gründlich zu lüften und die Fenster dann wieder zu schließen. Um "heimliches" Dauerlüften zu vermeiden, sollten Sie Fenster gut abdichten und nachts Rollläden, Fensterläden und Vorhänge schließen.

Wärmelöcher stopfen

Die Hauswände sind hinter den Heizkörpern oft dünn. Diese Kältebrücken sollten Sie nachträglich isolieren - möglichst mit Wärmedämm-Materialien. Zur Not hilft bei Platzmangel auch dünne Aluminium-Dämmfolie.

Rohrleitungen isolieren

Auch sollten Rohrleitungen für das warme Heizungswasser gut isoliert sein.

Heizung regelmäßig warten und entlüften

Richtig Heizen will gelernt sein. Folgendes gibt es dabei zu beachten:

- regelmäßig die Heizanlage durch einen Fachmann überprüfen lassen - am besten zu Beginn der Heitperiode

- Heizkörper in ungenutzten Räumen herunterregeln

- Temperaturabsenkung während der Nacht richtig einstellen

- den wasserseitigen Druck im Heitsystem optimieren

- Warmwassertemperatur maximal 60 Grad

- Heizventile nicht mit Gardinen verdecken

- Heizkörper nicht mit Möbeln verstellen

- Heizung regelmäßig entlüften.

Erst bauliche Veränderungen senken Energiebedarf und Heizkosten dauerhaft. So sind moderne Heizanlagen effizienter als alte "Heizölsäufer". Heizungsanlagen, die älter als fünfzehn Jahre sind, sollten bald erneuert und durch moderne Anlagen ersetzt werden.



KliBA Heidelberg
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