Dietmar Hopp Stiftung:
„Ehrenamtliche in ihrem Tun bestärken“
26.04.2010, St. Leon-Rot - Mit dem Förderprogramm „Starke Weggefährten“ möchte die Dietmar Hopp Stiftung ehrenamtliches Engagement in der Sterbebegleitung unterstützen. Mit dem Engagement der Stiftung im Bereich der Hospizarbeit habe man „bisher in Steine investiert – jetzt soll in Menschen investiert werden“, so Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, bei einem Pressegespräch.
Gerade Ehrenamtliche im Bereiche der Sterbebegleitung haben eine sehr verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe. Ohne sie wäre die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender nicht denkbar. Dietmar Hopp hat seinen 70. Geburtstag zum Anlass genommen, das Engagement für ältere Menschen in der Gesellschaft zu verstärken. Durch seine bisherige Unterstützung in diesem Bereich - beispielsweise für das Hospiz Agape in Wiesloch – ist der SAP-Mitbegründer mit den Grundgedanken der Hospizarbeit vertraut und sich der Bedeutung dieser wichtigen Aufgabe bewusst. „Diese Arbeit hat enorm hohen sozialen Charakter und ist überaus bewundernswert“, so Hopp.
Die Referentin der Dietmar Hopp Stiftung Meike Leupold ergänzt: „Ehrenamtliche sind neben den Hauptamtlichen Kräften die zweite tragende Säule der Hospizarbeit.“
„Starke Weggefährten“ wird nun Weiterbildungsgutscheine im Wert von 500.000 Euro für die Weiterbildung und Supervision der ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen und –begleiter zur Verfügung stellen. Im November 2010 sollen alle, die in der Hospizarbeit engagiert sind, zu einem „Tag der Hospizarbeit in der Metropolregion Rhein-Neckar“ eingeladen werden. In diesem Rahmen sollen die Gutscheine überreicht werden. „Mit den Weiterbildungsgutscheinen der Aktion ‚Starke Weggefährten‘ können Ehrenamtliche an Weitebildungen teilnehmen, um für ihre anspruchsvolle Aufgabe der Sterbebegleitung bestens vorbereitet und qualifiziert zu sein“, so Stifter Dietmar Hopp. Die Gutscheine können dann innerhalb von drei Jahren bei den Partnerbildungseinrichtungen des Förderprogramms eingelöst werden.
Für Doris Kellermann, hauptamtliche Palliative Care Fachkraft beim Hospiz-Verein Bergstraße, bedeutet die Unterstützung durch das Förderprogramm eine wichtige Anerkennung der Ehrenamtlichen: „Hospizarbeit ist von der Struktur her nicht denkbar ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen.“ Die Begleitung beinhalte beispielsweise Gespräche, kleine Besorgungen oder das Vorlesen aus Büchern. Es könne aber auch sein, dass die bloße Anwesenheit eines Menschen von den Patienten als angenehm empfunden wird.
Martina Strübig aus Bensheim, selbst seit 1997 ehrenamtliche Sterbebegleiterin, macht ihre freiwillige Arbeit sehr gerne, auch wenn die Erfahrungen meist sehr intensiv seien. „Es macht Freude zu lernen, Menschen unvoreingenommen zu begegnen und im Geben von Zeit und Raum selbst beschenkt zu werden“, so die 51-jährige Gewerbelehrerin.
Mit dem Programm „Starke Weggefährten“ unterstreicht die 1995 gegründete Stiftung ihre Förderaktivitäten in den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. „Ich möchte mit meiner Stiftung das sinnvolle Wirken anderer unterstützen und ehrenamtlich Engagierte in ihrem Tun bestärken“, so Dietmar Hopp abschließend.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internet-Seiten von „Starke Weggefährten“.
dyh/Foto: chs
Dietmar Hopp Stiftung: Neues FörderprogrammStarke WeggefährtenDietmar Hopp Stiftung