21. Mai 2012

Sicheres Arbeiten am PC

Schutz vor kriminellen Abzockern und Computerviren

26.09.2011, Seit einiger Zeit warnen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt vor einem äußerst agressiven Computervirus. Stößt man im Internet auf diesen Virus, lädt er sich automatisch unbemerkt auf den eigenen PC herunter und installiert sich dann selbständig. Anschließend öffnet sich ein bildschirmfüllendes Pop-Up-Fenster, das das BKA-Logo enthält. Des Weiteren enthält dieses Fenster einen Text, in dem behauptet wird, dass der betroffene Computer benutzt wurde um strafbare Handlungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Verteilung kinderpornografischen Materials sowie dem Versand von E-Mails mit terroristischem Inhalt beteiligt gewesen sein soll. Weiterhin wird behauptet der Computer sei gesperrt und könne nur durch Zahlung von 100 Euro mittels des digitalen Bezahl-Dienstes „uKash“ wieder entsperrt werden. Bei manchen Varianten dieses Virus wird darüber hinaus damit gedroht, dass bei Nicht-Bezahlung des geforderten Betrages die Festplatte des Computers gelöscht werden würde. Des Weiteren wird behauptet, dass bei Bezahlung des geforderten Betrages die Behörden auf eine Strafverfolgung verzichten würden.  

Selbstverständlich handelt es sich hierbei um einen kriminellen Virus, der lediglich der Abzocke dient. Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt erklären hierzu offiziell:  
„Weder das Bundeskriminalamt noch die Bundespolizei sind Urheber einer solchen Meldung. In dem vorliegenden Fall handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die Polizeien in Deutschland nutzen in keinem Fall Pop-Up-Fenster, in denen zur Zahlung bestimmter Beträge aufgefordert wird. Das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei raten: Internetuser, die eine derartige Pop-Up-Meldung auf ihrem Computer erhalten, sollten den geforderten Betrag auf keinen Fall bezahlen. Der Rechner ist bereits mit der Schadsoftware infiziert, die wesentliche Teile des Betriebssystems verändert hat, um das Pop-Up zu generieren. Ein normaler Zugriff auf das Betriebssystem ist auch nach der rechtswidrig geforderten Zahlung nicht möglich.“  

Auffallend bei diesem Computervirus ist, dass er sein Auftreten ständig verändert: 
- So werden abwechseld Logos des Bundeskriminalamtes (BKA) oder der Bundespolizei (BP) verwendet.  
- Die Qualität des verwendeten Logos verbessert sich ständig, so dass selbst Spezialisten Probleme haben, es als Fälschung zu erkennen.  
- Der Text wird ebenfalls ständig verbessert und weist kaum noch (Rechtschreib-) Fehler auf.  

Der Rechtsreferendar Jens Ferner (Diplom-Jurist) gibt hierzu die folgende Warnung heraus: „Obwohl bereits eine Warnung bei uns erstellt wurde, sehe ich mich gezwungen, das Thema auf Grund der zunehmenden Verbreitung nochmals hervor zu heben: Wenn Sie an ihrem PC eine Meldung erhalten, dass ihr PC „vom Bundeskriminalamt“ gesperrt wurde, weil dort „terroristische Emails“ sowie „kinderpornographische Dateien“ gefunden wurden und sie nun 100 Euro mittels UKash bezahlen sollen: Das ist ein Virus. Und selbst wenn Sie die Summe zahlen, wird der Rechner von den Betrügern danach nicht entsperrt. Sehen Sie von jeglicher Zahlung ab. Den betroffenen Rechner trennen Sie bitte vom Internet, da sie nicht wissen, was ihr PC im Hintergrund noch macht. Suchen Sie einen Fachmann auf, der bei der Klärung des Problems hilft.“

Hilfe können betroffene PC-Benutzer bei dem in Brühl ansässigen „pc-service krall“ erhalten. Das Dienstleistungsunternehmen hat sich auf die Entfernung von Computerviren, insbesondere auch des BKA-Viruses, spezialisiert.

pm: pc-service krall
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