08. Februar 2012

AOK-Vortragsabend:

Brustkrebsvorsorge mit der MammaCare-Methode

09.05.2010, Hockenheim - Die Heilungschancen bei Brustkrebs sind besonders gut, wenn er früh erkannt wird. Darauf machte die AOK Rhein-Neckar-Odenwald beim Vortrag im Liliane-Juchli-Haus aufmerksam. Die Gesundheitskasse bietet Kurse nach der so genannten "MammaCare-Methode" an und die Teilnehmerinnen lernen dort durch medizinisch geschulte Fachkräfte, ihre Brust selbst zu untersuchen.

Brustkrebs sei unbestritten die häufigste bösartige Erkrankung. Die Referentin des Abends, Dr. med Iris Wirth, machte deutlich, dass bis zu neunzig Prozent aller Veränderungen von Frauen selbst entdeckt werden. Aber die Gynäkologin weiß auch, dass nur etwa ein Drittel aller Frauen die Brust regelmäßig abtastet. Dabei sei die Selbstuntersuchung der erste wichtige Schritt in einer ganzen Kette der Früherkennung. Weil betroffene Frauen neben der fundierten medizinischen Behandlung genauso eine optimale Beratung für ihre persönlichen Sorgen benötigen, hat die AOK das Disease-Management-Programm (DMP) im Rahmen des Curaplans entwickelt. Alle Bausteine zusammen sollen ein optimales Vorgehen garantieren. Als weltweit einzige systematische Form der Selbstuntersuchung, die wissenschaftlich anerkannt ist, wurde die "MammaCare-Methode" entwickelt. Es gelte, die Verschaltung von Gehirn und Fingerspitzen zu verbessern und in den Kursen werde recht schnell und mit gutem Erfolg die Sensibilität gesteigert. Grundlage des Lernsystems ist ein Silikonmodell, das dem echten Brustgewebe nachgebildet ist. Wichtig ist auch die Ernährung, darauf wies die AOK-Ernährungsexpertin Katja Wilbert hin. Übergewicht, zu viel Zucker, Alkohol und Fett und zu wenig Bewegung: die Risikofaktoren sollten immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Informationen zum Thema gibt es in allen AOK-Kundencentern. Gina Petersen als Ansprechpartner in Sachen "MammaCare", wies im Juchli-Haus auch auf den Sozialen Dienst der AOK hin.
Die Gesundheitskasse biete ihren Versicherten hierdurch eine einzigartige psychosoziale und rechtliche Beratung an.


km
Kommentare
Michael M.
13.08.2010 | 09:25
Zur Beachtung: Die Bevölkerung schließe laut einer in 2007 europaweit durchgeführten Umfrage, dass durch die Mammografie 200 von 1.000 Frauen das Leben „gerettet“ werde. Eine krasse Fehleinschätzung, die nur zuträfe, wenn ohne Screening alle Frauen am Brustkrebs stürben. In Wirklichkeit sind es weniger als ein Prozent. Und in den randomisierten Studien senkte die Mammografie die Brustkrebsmortalität nur von 5,0/1000 auf 3,9/1000 Frauen im Alter von 40 bis 74 Jahren. Sie „rettet“ also letztlich auf tausend Frauen weniger als einer das Leben. Dagegen erfolgt andererseits vielfach eine Übertherapie durch falsch negative Befunde, in Folge einer falschen Auswertung der Bilder. Bleiben Sie gesund Michael Megerle www.topfruits.de
Social Bookmarking
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Facebook
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • MySpace
  • Newsvine
  • reddit
  • studiVZ
  • StumbleUpon
  • Twitter
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg