08. Februar 2012

HeidelbergCement sehr schwach

Gerüchte über Zukaufpläne: Aktie auf Talfahrt

WebCode: heidelcement1000

07.07.2010, Heidelberg - Der Baustoffhersteller hat am 23. Juni nach Gerüchten über geplante Zukäufe deutlich nachgegeben. Gegen 15.45 Uhr verloren die Titel des Baustoff-Unternehmens als schwächster Wert im Index 2,59 Prozent auf 43,59 Euro, am Montag, 5. Juli ging der DAX-Neuling nach weiteren vorherigen Verlusten mit nur noch 37,48 Euro aus dem Markt.

Händler verwiesen auf Berichte, die Gesellschaft könnte sich an einem Bieterkampf um die Zementsparte des indischen Wettbewerbers Murli Industries beteiligen. HeidelbergCement selbst wollte dies nicht kommentieren und die Inder wiesen die Gerüchte inzwischen zurück.

Zurückhaltend äußerte sich Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. 'Da sind wohl noch einige andere Unternehmen interessiert, so dass abzuwarten bleibt, ob HeidelbergCement bereit ist, einen strategischen Preis zu zahlen', gab er zu bedenken. Vor gut einem Jahr sei HeidelbergCement immerhin noch gezwungen gewesen, Vermögenswerte abzustoßen. Gabriel hält zwar eine Offerte für möglich. Doch ob die Heidelberger dann zum Zug kämen, sei fraglich. Er bewertet die Aktie derzeit mit 'Kaufen' und sieht das Kursziel bei 50 Euro.

Mit einer weiteren Anleihe über 650 Millionen Euro haben die Heidelberger ihre Finanzstruktur weiter verbessert. Der bis 15. Dezember 2015 laufenden Bond weist einen Festzins von 6,75 % auf. Der Ausgabekurs liegt bei 99,444 %, womit sich eine Rendite von 6,875 % ergibt. Länger laufende Anleihen des Unternehmnes rentieren derzeit bis zu 8 % und können täglich über die Börse gehandelt werden.

rgoe/Foto: HeidelbergCement AG
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