21. Mai 2012

Verbesserungsvorschläge

100 Tage Hollmuthtunnel

02.11.2011, Neckargemünd -  Seit 100 Tagen ist der Hollmuthtunnel für den Verkehr freigegeben. Eine Reduzierung des belastenden Altstadtverkehrs konnte erreicht werden, wenn auch die angestrebten Zahlen von 2.500 Fahrzeugen täglich noch nicht umgesetzt werden konnten.

Für die Freien Wähler war dies Anlass das Gespräch mit den Bürgern über die Auswirkungen der Tunneleröffnung für die Altstadt und die geplante Altstadtsanierung zu suchen.Ziel der freien Wähler war es ein offenes Ohr für die Anregungen der Bürger zu haben, aber auch über die geplante Altstadtsanierung zu informieren.
 
Meinungen gingen stark auseinander
Der Andrang und das Interesse an dem Stand waren groß. Immer wieder bildete sich eine dichte Traube von Menschen an den Stehtischen und an den Stellwänden, an die die Zettel mit den Anregungen geheftet werden konnten. Es gab aber nicht nur kritische Anmerkungen, sondern auch positive Reaktionen auf die Tunnel­eröffnung und die installierten Provisorien. „Der Tunnel ist gut", hieß es da, „es muss eine volle Kernstadtumgehung werden." Andere konnten sich für die zuletzt oft kritisierten Pflanzkübel begeistern. „Die Kübel sind klasse", war zu lesen oder „Die Pflanzkübel sind wunderschön und optisch mal was anderes."

Vorschläge
Was fiel den Bürgern negativ auf? „Die Geschwindigkeit wird überhaupt nicht beachtet", stand auf einem Zettel und als Vorschlag: „Geschwindigkeitsanzeigen in der Altstadt aufstellen." Gewünscht wurde den Busverkehr insgesamt aus der Altstadt herauszunehmen, da hier doch Konflikte zu den Fußgängern entstehen. Die Ampel-Regelung wurde als nervig empfunden, ein Einschalten nur zu Stoßzeiten und ein Kreisel an Hollmuthstraße/Wiesenbacher Straße und Julius-Menzer-Straße empfohlen.

Kontrolle der Parksünder
Vermisst wurden mehr Kurzzeitparkplätze mit einer verstärkten Kontrolle und Ahndung der Parksünder. Den Zebrastreifen an der Menzervilla wünschte man sich zurück und die Altstadt sollte für eine Durchfahrt für Fahrzeuge über 2,8 t zulässiges Gesamtgewicht verboten werden. Mehr Platz für Radfahrer wurde gefordert, Leerfahrten von Bussen durch die Altstadt fielen negativ auf und der Einbau von Bremsschwellen im Bereich der Spielstraße entlang des Markplatzes vorgeschlagen.
 
Fußgängerzone
Auch die Einrichtung von Fußgängerzonen konnten sich die Bürger vorstellen entweder zwischen Musikschule und ev. Kirche oder zwischen Musikschule und Markplatz oder Stadttor. Versenkbare Poller sollten Busse weiterhin durchlassen. Frank Volk, der Vorsitzende der Freien Wähler und Initiator der Aktion, war über die Bürgerresonanz sehr zufrieden. Die freien Wähler waren außerdem mit den Gemeinderäten Jürgen Rehberger, Hermann Streib und Giuseppe Fritsch vertreten.

Ampelschaltung wird optimiert
Der Tunnel werde besser angenommen wie es in der Öffentlichkeit dargestellt werde, betonte Frank Volk. Um die Akzeptanz noch zu erhöhen sollte bei der Ampelsituation nachgebessert werden und auch für einen Ausbau der Kurzzeitparkplätze wolle man sich einsetzen. Lobend erwähnte er die Arbeit des gesamten Gemeinderats, die sehr gut sei. Vieles sei abhängig von der Genehmigung der Fachbehörden, dies sollte man nicht vergessen. Die Anregungen werden zusammengefasst und im Rahmen der Planungen vorgebracht.

Text/Foto: du
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