21. Mai 2012

Winzekellerfest 2010

Neue Weinhoheiten sehen sich dem Amt gewachsen

13.07.2010, Wiesloch - „Dieses Wetter heute ist für den Winzerkeller zu optimal“, so Geschäftsführer Jürgen Bender bei seiner Begrüßung zum traditionellen Winzerkellerfest am vergangenen Samstag. Das lag zum einen an der tropischen Hitze, die auch noch gegen 19 Uhr flirrend über dem Gelände lag, aber auch am Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Platz 3. Trotzdem konnte Bender zahlreiche Bürgermeister der Umlandgemeinden sowie königliche Gäste aus dem Einzugsgebiet des Winzerkellers begrüßen. Im Jahr seines 75-jährigen Bestehens wartet eine der größten Winzergenossenschaften Deutschlands mit insgesamt 26 Veranstaltungen auf, zu denen als Höhepunkt der Winzerkellerfest mit der Vorstellung der neuen Weinhoheiten zählt. Doch zuvor musste man Abschied nehmen von drei äußerst sympathischen Damen Nicole, Christina und Sabrina, die nicht nur Jürgen Bender ans Herz gewachsen waren. „Sie haben ihre Aufgabe hervorragend gemeistert, mehr als 100 Termine regional, national und weltweit wahrgenommen und den Badischen Wein und seine Kulturlandschaft hervorragend repräsentiert.

„Wir sind zu einer großen Familie zusammengewachsen, wir haben viele Bekanntschaften geschlossen, viel Neues erlebt und dazu gelernt und sind am Ende zu echten Freundinnen geworden“, so Weinkönigin Nicole Gärtner. In einem Rückblick ließen sie das Jahr noch einmal Revue passieren, wobei die Auslandsaufenthalte in Vietnam und China als besonderer Höhepunkt zu nennen sind.

OB Franz Schaidhammer bescheinigte dem scheidenden Trio, ihr Amt mit viel Herzblut ausgeübt zu haben und das gerade im Jubiläumsjahr des Winzerkellers. „Sie haben viel erlebt und viele Menschen kennengelernt. In ihrem Amt wurde zwei Ministerpräsidenten und zwei Bundespräsidenten gewählt, zum Glück jedoch nur einen Oberbürgermeister“, so Schaidhammer schmunzelnd.

Die Spannung wuchs jetzt von Moment zu Moment. Zu den Klängen von „Take Three“ aus Obergrombach  zogen die drei „neuen“ Weinhoheiten unter großem Applaus in die Kelterhalle, um sich ihren „Untertanen“ zu zeigen. Erstmals in der langen Geschichte des Winzerkellers wurde eine junge Frau aus Kraichtal ins Amt zur Weinprinzessin auserwählt. Die 22-jährige Susan Katrin Heitlinger aus Menzingen stammt aus einem  landwirtschaftlichen Betrieb mit insgesamt 150 ha, davon 10 ha Weinberge, sie kennt also den Wein von Grund auf bestens. Susan Katrin Heitlinger absolvierte eine Ausbildung als Industriemechanikerin mit der Fachrichtung Produktionstechnik bei den John Deere Werken, wo sie heute noch in der Produktion arbeitet. In ihrer Freizeit engagiert sie sich bei der Feuerwehr, beim DRK und beim Sport.

Die 25-jährige Daniela Groß, Weinprinzessin,  stammt aus Dielheim und fand schon in frühen Jahren durch ihre Großeltern und Eltern den Bezug zum Weinbau, die sowohl in Rauenberg, als auch in Dielheim Weinberge Hatten. Sie arbeitet als Bankkauffrau bei der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG als Kundenberaterin und Assistentin der Filialleiterin in der Geschäftsstelle in Walldorf. Ihre Freizeit verbringt sie beim Joggen, Handball oder Skifahren, das sie gerne mit Freunden ausübt.

Das Amt der Weinkönigin 2010/2011 bekleidet Vanessa I. Pochodzalla aus Malschenberg. Die 20-jährige Studentin studiert an der Universität Heidelberg die Fächer Mathematik und Geographie für Lehramt an Gymnasien besitzt einen engen Bezug zum Wein, sie hatte bereits das Amt als Potugieserkönigin in Malschenberg inne Als Ausgleich in ihrer knappen Freizeit widemt sie sich dem Gitarrenspiel, sportlich hält sie sich mit ESDO, einer  Selbstverteidigungsportart fit. „Es ist für uns eine große Ehre die Wein der Region mit großem Engagement zu repräsentieren. Für uns ist ein großer Traum mit diesen Ämtern wahr geworden. Wein ist nicht nur ein Getränk, sondern auch eine Aufgabe seine Aufzucht und Herstellung den Menschen nahezubringen.“ Mit großen Blumengebinden wurde die jetzt „ehemaligen“ verabschiedet und ihre Nachfolgerinnen in ihrem Amt begrüßt.

Die Bürgermeister der Heimatgemeinden des Trios wünschten ihnen Erfolg und die Ausdauer, die vielen Termine wahrzunehmen. Besonders Ulrich Hintermayer aus Kraichtal freute sich, dass erstmals eine junge Frau aus Kraichtal ins Amt der Prinzessin gewählt wurde. „Wir werden daraus etwas Großes machen. Der positive Stress, der eine solche Herausforderung mit sich bringt, möge ihnen helfen, Ihre Regentschaft zu genießen.“


chs/Foto: KHP
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