Nicht bei mir
16 Tipps gegen Einbrüche
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03.11.2009, Ein Einbruch in Haus oder Wohnung ist für Betroffene ein unerwarteter Schock: Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder andere schwer wiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen ihnen dabei oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Ein großer Anteil der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können Einbrüche verhindern helfen.
Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist – zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend, in er dunklen Jahreszeit auch schon bei einsetzender Dämmerung oder an Wochenenden. Dabei werden etliche Einbrüche in Wohnräume durch Leichtsinn und Sorglosigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht oder erleichtert: Da wird die Wohnungs- oder Haustür nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da kommt der Schlüssel in sein vertrautes „Versteck unter der Matte, im Blumenkasten oder auf dem Türrahmen, da bleiben beim Verlassen Fenster, Balkon- oder Terrassentüren auch in von außen erreichbarer Lage in Lüftungsstellung offen ...
Einbruchschutz bringen in erster Linie ein sicherheitsbewusstes Verhalten und sinnvoll aufeinander abgestimmte, solide mechanische Sicherungen. Sie stehen beim Schutz vor Einbruch an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand. Alarmanlagen (Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur – sie können mechanische Sicherungen nur ergänzen, nicht ersetzen. Allerdings erhöhen sie das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten dadurch zusätzlichen Schutz. Daneben sollte eine solche Einbruchmeldeanlage auch die Möglichkeit eines Überfallalarms bieten.
16 TIPPS:
Türen auch bei nur kurzzeitigem Verlassen von Haus oder Wohnung nicht bloß ins Schloss ziehen, sondern immer verschließen.
Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen „verstecken“.
In Türen mit Glasfüllung niemals den Schlüssel innen stecken lassen.
Nach jedem Schlüsselverlust umgehend den Schließzylinder auswechseln.
Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit verschließen – Vorsicht: Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht ganz zu
öffnen, und in der Regel erlischt bei gekippten Fenstern auch der Versicherungsschutz.
Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren.
Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden, z. B. ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden oder zugezogene Vorhänge, Mitteilung auf dem Anrufbeantworter oder ungemähter Rasen.
Wohnung oder Haus durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls „Haushüter“ bewohnen oder bewohnt erscheinen lassen (z.B.: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen).
Über Einsatz von Zeitschaltuhren für Rollläden, Beleuchtung, Radio etc. Nachbarn informieren.
Bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen in der Nachbarschaft
achten.
In Mehrfamilienhäusern die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen
halten, vor dem Drücken des Türöffners prüfen, wer ins Haus will.
Auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück achten, solche Personen ansprechen; evtl. auch Kfz-Kennzeichen notieren.
In Mehrfamilienhäusern stets Keller und Bodentüren verschließen – das ist auch meist eine Pflicht aus dem Mietvertrag.
Die Wohnung länger abwesender Nachbarn betreuen, beispielsweise
den Briefkasten leeren und auch sonst einen bewohnten Eindruck erwecken.
Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wer einen Einbrecher bemerkt, sollte sich ihm keinesfalls entgegenstellen. Nicht den „Helden“ spielen, sondern stattdessen sofort die Polizei verständigen.
Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch
fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können: Nach den Erfahrungen
der Polizei trägt Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung
von Einbrüchen bei.
Weitere Informationen zum Thema im Internet:
www.einbruchschutz.polizei-beratung.de
www.nicht-bei-mir.de
Landeskriminalamt Baden-Württemberg