Volleyball 1. Bundesliga
SV Sinsheim verliert 0:3 gegen Suhl
12.12.2011, Sinsheim - Mit einer stabilen Annahme starteten die envacom volleys sinsheim schwungvoll mit schnellem Kurzpassspiel in die Partie gegen den VfB Suhl und hielten bis zum 16:18 im ersten Satz sehr gut mit, doch nach einer technikbedingten Pause, war der Faden gerissen und ein bärenstarker Gast aus Thüringen ließ sich die Partie beim 0:3 (17:25, 16:25, 17:25) nicht mehr aus den Händen reißen.
„Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas besser dagegen halten können, wir sind zu statisch aufgetreten“ so Coach Stefan Bräuer. Ann-Christin Quade fügte treffend hinzu „Wir haben Suhl zu sehr spielen lassen“. Dies war über lange Zeit im ersten Satz nicht der Fall, hier waren die Kraichgauer den Gästen ebenbürtig.
Mit dem Schwung der internationalen Auftritte im Challengecup präsentiere sich Suhl weiter topfit und hatte mit Libera Suzana Cebis und der Diagonalen Vendula Merková auch die zuletzt geschonten Spielerinnen an Bord. „Wir wollten nicht den Fehler machen und Sinsheim unterschätzen, es ist schon unglaublich welche Leistung mein junges Team dabei abgerufen hat“. Suhl´s Trainer Felix Koslowski zeigte sich begeistert von seiner Mannschaft, zumal er sicher auch die Vorjahresniederlage noch im Hinterkopf hatte. Dem Gastgeber bestätigte er „Jetzt wo ihr endlich komplett seid, wird im Verlauf der Saison sicher noch mit euch zu rechnen sein“.
Wie es gehen kann war im ersten Satz deutlich zu sehen, Nacheinander versenkten Martina Jakubšová, Ann-Christin Quade über Außen und Marisa Field, sowie Ana Jakšić über die Mitte die Bälle im Suhler Feld, ein offener Schlagabtausch bei dem Suhl mit einer überragenden Vendula Merková und Martina Utla stets eine Antwort parat hatte. Die envacom volleys sinsheim hatten gerade Schwung aufgenommen um den 16:18 Rückstand wett zu machen, Stefan Bräuer wollte Katharina Stauß, Luise Mauersberger und Neuzugang Tammy Mahon einwechseln, und wurden dann von einer Spielunterbrechung kalt erwischt. Suhl nahm sofort wieder Schwung auf und vollendete unbeeindruckt zum 25:17.
Bei den Gästen lief es in den folgenden Sätzen weiter wie am Schnürchen, „Jeder Schuss ein Treffer“ musste Stefan Bräuer nach der Partie feststellen, weshalb es an den weiteren Satzergebnissen mit 16:25 und 17:25 auch nichts mehr zu deuteln gab. „Wir wollten dem Spiel etwas mehr unseren Stempel aufdrücken“ zeigte sich auch Ann-Christin Quade nach der Partie etwas ernüchtert. Nach den vielen Verletzungssorgen der vergangenen Wochen konnten die envacom volleys sinsheim in der Woche erstmals wieder komplett trainieren und hatten sich daher einiges vorgenommen, Suhl sollte in zumindest in Bedrängnis gebracht werden, was leider nur zu Beginn gelang. „Ich glaube an die Mannschaft, wir müssen jetzt weiter zusammen finden und Ruhe bewahren“ Stefan Bräuer konnte beim Spieltag erstmalig auf seinen kompletten Kader zurück greifen, Kathrin Neumaier gab nach achtmonatiger Verletzungspause ihr Comeback und Luise Mauersberger zeigte, dass auch sie wieder angreifen kann. Außerdem wurde mit Tammy Mahon, Kapitän der kanadischen Nationalmannschaft, der letzte Neuzugang präsentiert. Mit ihrer Erfahrung soll sie auf Außen und in der Annahme für weitere Stabilität sorgen.
Jetzt braucht es noch ein wenig Geduld „Dieser Weg wird kein leichter sein, steinig und schwer“ auch wenn Xavier Naidoo einen anderen Hintergrund hatte, beschreibt es die Situation in Sinsheim zutreffend, aber auch er sah die Perspektive „nur wir müssen geduldig sein, dann dauert es nicht mehr lang“.
Die Mannschaft kann endlich komplett trainieren, die Feinheiten müssen abgestimmt werden, dann wird sich in Zukunft ein schlagkräftiges Team in der Bundesliga zu behaupten wissen.
ska/Foto: Tobias Johmann – envacom volleys