Ferienprogramm der SPD
Flußabenteuer: Mit dem Floß auf dem Rhein
01.09.2010, Wiesenbach - Die Salierbrücke ist eine Straßenbrücke, die östlich von Speyer den Rhein bei Stromkilometer 399,80 überspannt. Und genau hier startete das Ferienprogramm der SPD. Doch zuerst musste ein Floß gebaut werden. Wer von den Erwachsenen ist bisher auf einem Floß gefahren? Einige von den Kindern hatten schon im vergangenen Jahr Erfahrung sammeln können. Unter der tatkräftigen Anleitung von Christian, Nico, Ralf und Jürgen ging diese kraftvolle Arbeit zügig voran. Inzwischen hatte sich ein regelrechtes Team gebildet, so dass fast jeder wusste was zu tun war. Mit Blick zum Speyer-Dom wurden die Hölzer zu einem flexiblen Gerippe gut vertäut, die blaue Fässer eingebunden und eine stabile Bodenplatte aufgebracht.
Jetzt musste man sich mit einem zweiten Frühstück stärken. Vor allem meldete sich der Durst, denn die Sonne hatte uns kräftig eingeheizt!
Die Regentage hatten Vater Rhein ganz schön anschwellen lassen. In rascher Fahrt wurde gestartet. Nur noch kurz konnte den neugierigen Zuschauern am Rande zu gewunken werden. Allein war die Gruppe jedoch nicht auf dem Wasser. Es begegnete dem Floß sowohl die Großschifffahrt als auch viele Sportboote. Die rasanten Jetski spritzten ihre Wasserfontänen steil in die Höhe. Die Kapitäne der Wassersportfahrzeuge staunten nicht schlecht, was die Jungs und Mädchen da konstruiert hatten.
Sicherheit an Bord wurde selbstverständlich groß geschrieben, jeder trug eine Rettungsweste und hatte ein Stechpaddel. Entsprechend den Vorschriften steuerte man das Floß immer außerhalb der Fahrrinne, sodass man nie der Großschifffahrt in die Quere kommen konnte. Und wenn die Wellen das Floß kräftig auf und nieder schaukeln ließen, hatten alle einen Heidenspaß.
Der gerade fließende Rhein zwischen Speyer und Mannheim entstand aufgrund der Rheinbegradigung durch den Ingenieur Tulla zwischen den Jahren 1833 und 1845. Dabei bildete sich die Ketscher Rhein-Insel, die heute ein beliebtes Naturschutzgebiet und Erholungsraum für die Anwohner ist.
Dort wo früher der alte Rhein floss, befindet sich heute eine seeartige Ausbuchtung, die durch den Kiesabbau entstanden ist. Noch immer fließen die Rheinwasser hier durch und treffen sich an der Brühler Spitze wieder mit dem schiffbaren Rhein. Wie schon im vergangenen Jahr lieferten sich beide Floße im Ketscher Altrheinbogen eine tüchtige Wasserschlacht. In dieser seenartigen Ausbuchtung ist das Wasser immer angenehm warm, und lädt so alle erst einmal zum Schwimmen ein.
Jetzt konnten die Kinder sich auch mit den Schwimmwesten in der Strömung treiben lassen.
Beim Ketscher Kanu-Club, direkt neben der Kollerfähre, wurden die Teilnehmer des Ferienprogramms bereits mit Essen, Trinken und den trockenen Klamotten erwartet.
Bevor dann alle wieder die Flosse abbauten, wurde noch eifrig geschwommen. Dabei entdeckten die Kinder eine ca. 25 cm lange Wasserschlange am Ufer, die sich in rascher Bewegung unter den Büschen versteckte. Bevor sich alle wieder auf den Heimweg nach Wiesenbach machen konnten, mussten noch die Fässer und Hölzer auf dem Anhänger verstaut werden.
Müde vom Paddeln kamen alle gesund zurück und freuten uns auf eine heiße Dusche oder ein wohltemperiertes Bad.
Die Kinder und die SPD Wiesenbach bedanken sich an dieser Stelle auch herzlich bei den Begleitern, Christian Siegl, Nico Geppert und Ralf Thöne, die gerne als Betreuer verpflichtet wurden! Dank galt auch dem Kanuclub Eberbach, der wie immer die Schwimmwesten und Stechpaddel auslieh.
Allen Kindern und den Betreuern hat es bei herrlichem Wetter wieder riesigen Spaß gemacht.
jhk