08. Februar 2012

Gast aus China bei der GUB

Fernöstliche Klänge erfüllen den Kindergarten

03.09.2010, Weinheim - Als die ersten Töne auf der asiatischen Holzflöte erklingen, kehrt sofort Ruhe ein. Gespannt lauschen die Kinder des St. Laurentius-Kindergartens in Weinheim den Klängen der jungen Chinesin Bixia Zhang. Monika – bei diesem Namen, den sie an ihrer Universität in China erhielt, nennt sie sich in Deutschland – kommt aus der chinesischen Provinz Zhejiang, wo sie an der Universität für Wissenschaft und Technologie in Hangzhou Germanistik studiert. In den letzten drei Wochen absolvierte Monika ein Praktikum bei der Gesellschaft für Umweltbildung Baden-Württemberg e.V. (GUB) in Weinheim. Dort nahm sie an einem Modellprojekt zur Förderung der Umweltbildung und Naturwissenschaften in Kindergärten, das von der H.W. & J. Hector-Stiftung in Mannheim und Weinheim gefördert wird, teil. Zusammen mit Projektleiter Bernd Schlag besuchte sie Kindergärten und erzählte den kleinen Forschern von Reisanbau, der Schönheit der Bambuswälder, Pandabären, Drachen und dem Leben in China.

Auch zu den letzten Forscherstunden der Kindergärten Schatzinsel, Bürgerpark und des Sulzbacher Wurzelkindergartens brachte Monika ihre chinesische Flöte mit. Die fremdartigen ruhigen Töne des Bambusinstrumentes verzauberten die Kinder sofort. Entspannt machten sie es sich gemütlich, wippten mit den Füßen und lauschten den ungewohnten Klängen. Nach dem kleinen musikalischen Vortrag spendeten sie tosenden Beifall, und Monika kam nicht um eine Zugabe umhin.

Die 22-jährige Monika, die zum ersten Mal in Deutschland war, zeigte sich begeistert von der Arbeit der GUB und den vielen neuen Eindrücken fernab der Heimat. Sie plant, ihre Bachelorarbeit über die Bedeutung der Umweltbildung und Naturwissenschaften in Kindergärten und Schulen in Deutschland und China zu schreiben. Gerne möchte sie das Konzept der GUB in chinesische Kindergärten weitertragen. Das Interesse von chinesischer Seite ist jedenfalls groß. Das hatGUB-Mitarbeiter Karsten Pöhl, der bereits öfter das asiatische Land bereist hat, schon im Vorfeld des Praktikums festgestellt. Pöhl hatte auf seinen Reisen verschiedene chinesische Kindergärten besucht und die Arbeit der GUB dort vorgestellt. Er war es auch, der Monika das Praktikum bei der GUB vermittelt hattte. Pöhl plant, den deutsch-chinesischen Austausch über Umweltbildungsfragen in Zukunft weiter auszubauen.


em
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