21. Mai 2012

Die Kraft der zwei Antriebe

Hybridfahrzeuge sind im Kommen

22.09.2011,

Zahlreiche Experten erwarten für die Hybridtechnik - die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor - eine vielversprechende Zukunft. Mit diesem Konzept wird der Verbrauch des Verbrennungsmotors reduziert und zugleich profitiert die Umwelt. Denn kurze Strecken können damit rein elektrisch zurückgelegt werden.

Verbrennungsmotor weiter gefragt
"Auch im Jahr 2020 wird die Masse der Neufahrzeuge mit einem Benzin- oder Diesel-Antrieb ausgestattet sein - zunehmend mehr Autos werden aber zusätzlich über einen Elektromotor verfügen", meint der Bosch-Experte Simon Czerny: Für die nächsten Jahre räumt er den Hybrid-Fahrzeugen große Chancen ein. Schon heute sind die ersten Modelle erhältlich, bei denen ein Elektro- und ein Verbrennungsmotor gemeinsam das Fahrzeug antreiben - darunter ab diesem Herbst auch der weltweit erste Diesel-Hybrid.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Während des Bremsens wird Energie, die sonst verloren ginge, zurückgewonnen und in einer Batterie gespeichert. Bei Bedarf treibt der E-Motor damit auf kurzen Strecken das Auto alleine an oder unterstützt den Verbrennungsmotor - für mehr Durchzug aus dem Stand. "Geht man von einem heutigen Standard-Benzinmotor aus, lässt sich so eine Verbrauchs- und CO2-Reduktion von 25 bis 30 Prozent erzielen", sagt Bosch-Experte Czerny.

Umweltfreundlich im Stadtverkehr
Die Kombination der beiden Motoren bringt besonders im städtischen Verkehr Verbrauchs- und Umweltvorteile. "Besonders attraktiv für Berufspendler", so Czerny, "sind künftig Plug-in-Hybride, deren Batterien auch an das Stromnetz gekoppelt werden können. Immer wieder an der heimischen Steckdose aufgeladen, kann man in Ballungsräumen über Wochen hinweg umweltfreundlich rein elektrisch und emissionsfrei fahren." Und wenn es über längere Strecken beispielsweise in den Urlaub geht, sorgt der Verbrennungsmotor für die benötigte Reichweite.

Der Autofahrer hat die Wahl: "Mild" oder "Strong"?
Die aktuell erhältlichen Hybrid-Autos lassen sich in zwei Klassen einteilen: sogenannte Mild- oder Strong-Hybride. Die Mild-Hybride sind mit einer Start/Stopp-Funktion ausgestattet, können elektrische Energie beim Bremsen zurückgewinnen und mit ihrem Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützen. Noch weiter gehen Strong-Hybride: Sie bieten alle Vorteile der Mild-Versionen, zusätzliches Einsparpotenzial bei Kraftstoff und Emissionen und legen darüber hinaus kürzere Strecken, beispielsweise in der Stadt, ausschließlich mit Elektroantrieb zurück.


Quelle: Robert Bosch GmbH, GS/MKC



Text/Foto: djd
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