21. Mai 2012

Raus in die Natur!

Spaziergänge schützen vor Schlaganfall

17.05.2012, Der gute alte Spaziergang ist angesichts modernerer Arten der Fortbewegung wie Inline Skaten oder Nordic Walking in den letzten Jahren zunehmend ins Hintertreffen geraten. Zu Unrecht, denn Studien zeigen, dass auch regelmäßige längere Spaziergänge einen positiven Effekt für die Gesundheit haben und beispielsweise das Schlaganfallrisiko deutlich senken können.

In den USA wurden über einen Zeitraum von zwölf Jahren rund 40.000 Frauen ab 45 Jahren begleitet. Die Frauen gaben im Abstand von zwei bis drei Jahren Auskunft über ihre Lebensweise und gewährten auch Einblick in ihre Krankheiten. Dabei zeigte sich, dass Frauen, die gerne und häufig spazieren gehen, zu 30 Prozent seltener einen Schlaganfall erleiden. Schnelles Gehen reduziert das Risiko sogar um 37 Prozent.

Regelmäßige Bewegung hält zudem Muskeln und Knochen in Form und ist damit gerade für Frauen eine sehr wirkungsvolle Maßnahme gegen Osteoporose (Knochenschwund). Hinzu kommt, dass der Körper unter dem Einfluss von Sonnenlicht mehr Vitamin D bildet, das unverzichtbar ist für den Knochenstoffwechsel.

"Auch wer Sport oder Fitnessstudios nicht mag, kann mit regelmäßigen Spaziergängen über insgesamt mindestens zwei Stunden pro Woche viel für seine Gesundheit tun", betont Ellen Basner, Präventionsberaterin bei der Techniker Krankenkasse (TK). Dies ist insbesondere für Senioren wichtig, die sich Sport nicht mehr zutrauen aber trotzdem aktiv bleiben möchten.

Wer gesundheitlich angeschlagen ist, sollte mit kürzeren Strecken beginnen oder bei größeren Problemen zuerst zum Arzt gehen und sich beraten lassen. "Etliche Vereine bieten für Einsteiger Spaziergänge oder kleinere Wanderungen an. In der Gruppe macht ein Spaziergang mehr Spaß und bietet gleichzeitig auch Sicherheit, falls unterwegs Probleme auftreten", so Ellen Basner. Noch einfacher ist es, sich in der Nachbarschaft zu erkundigen, ob es nicht Mitstreiter gibt. "Nicht selten stellt sich dann heraus, dass jemand genau auf einen solchen Impuls gewartet hat", meint die TK-Präventionsberaterin.



red/Foto: Archivbild
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