07. Februar 2012

Wissen bringt Sicherheit

Auch im Alter ist Bildung ein Muss

09.10.2009,

Man kennt seine Nachbarn und hat Freunde, man weiß, was das Wohnen kostet und die Lebensmittel, man kennt sich aus in den Sprechzeiten von Ärzten und Behörden, man fühlt sich sicherer mit seinen Versicherungen... Das und vieles mehr trägt dazu bei, sich zu Hause zu fühlen, sich sicher und wohl zu fühlen.

 

 Das Gegenteil ist Unsicherheit, z.B. bei Reisen in andere Länder. Je weiter weg, um so mehr ändern sich die Sitten und Gebräuche, Sprachen und Kulturen, umgekehrt im eigenen Land: Je tiefer das Grundwissen, der Einblick in die Abhängigkeit von Gesellschaft und Staat, der Überblick über die eigenen Möglichkeiten, um so sicherer fühlt man sich; um so gelassener trifft man seine Entscheidung, um so freier und froher gestaltet man seinen Alltag.

 

Die körperliche Beweglichkeit – daran geht kein Weg vorbei – wird im Alter abgebaut. Man kann den Abbau durch vernünftige Lebensweise und viel Bewegung zwar wesentlich verlangsamen, aber: Der Abbau des Körpers vollzieht sich nach dem Naturgesetz. Die geistige Beweglichkeit dagegen unterliegt etwas anderen Gesetzen. Zwar kann die Erinnerung durch Krankheit oder Nicht-Training schwächer werden, aber die geistige Kapazität kann – solange sie in Übung bleibt – bis in hohe Alter wachsen.

 

Bildungsangebote für Senioren

Die Angebote zu mehr Lebensfreude durch Bildung und Weiterbildung sind vorbildlich und umfangreich. Staatliche und kommunale Einrichtungen, Bildungsangebote der Kirchen, Seminare vieler freier Verbände, Angebote von Gewerkschaften und Arbeitgebern, Bildungsreisen und örtliche Clubs bieten eine Fülle von Möglichkeiten, sich nach dem Berufsleben diese Bereicherung geistiger Betätigung zu leisten. Fragen Sie doch mal in Ihrer Gemeindeverwaltung oder bei ihren Bekannten. Mitmachen lohnt sich wirklich.

 

Über siebzig Hochschulen wenden sich bereits an ältere Menschen, sich als Gasthörer einzuschreiben und die Erfahrung lehrt: Die „Alten“ werden wegen Ihrer großen Lebenserfahrung von den jungen Studenten gerne gesehen und haben den großen Vorteil, dass sie nur noch zur eigenen Bereicherung und Freude studieren. Auskünfte und Informationen erhalten Sie jeweils am Sitz der nächstgelegenen Universität. Im August 2006 hat die erste reine Senioren-Uni in Bad Meinberg seine Pforten geöffnet!

 

Die Volkshochschulen stehen von jeher allen Altersgruppen offen und bieten eine Fülle von Möglichkeiten, sich nicht nur in fremden Sprachen weiterzubilden, sondern in einer Vielzahl von Fächern, unter denen ein ältere Mensch sicherlich das Thema findet, für das er sich ganz besonders interessiert.

 

Auf dem freien Markt gibt es ebenfalls eine Reihe guter Angebote zur Bildung und Fortbildung. Aber es gibt auch „schwarze Schafe“, die das wachsende Interesse älterer Menschen an Weiterbildungen ausnutzen und Lebenshilfe für Defizite anbieten, aber in Wirklichkeit mehr an ihr eigenes Wohlergehen durch überhöhte Kursgebühren denken. Entscheidungsfreiheit des einzelnen bedingt auch hier:

Vorsicht und Bedenkzeit vor der Unterschrift unter einen Vertrag!



Deutscher Seniorenring e.V.
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