Vor allem der Süden betroffen
FSME-Impfung für Urlauber in Risikogebieten
12.06.2011, Die Sommerferien stehen vor der Tür – und mit ihnen die Reisezeit. Zu den wichtigsten Vorbereitungen für eine gelungene Urlaubsreise gehört die Gesundheitsvorsorge. Was gern vergessen wird: Reiseimpfungen sind nicht nur bei großen Fernreisen Thema, sondern können auch im eigenen Land erforderlich werden.
Vor allem der Süden Deutschlands ist Risikogebiet
Viele beliebte Reiseziele in Deutschland zählen zu den Risikogebieten für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME.
Betroffen ist vor allem der südliche Teil der Republik, also die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Viele beliebte Reiseziele – wie zum Beispiel der Schwarzwald, die Bodenseeregion, der Bayrische Wald und das Berchtesgadener Land – liegen daher mitten im Risikogebiet. Wo genau sich die betroffenen Regionen befinden, zeigt die Seite www.zecken.de jetzt auf einer neuen Karte im Google-Maps-Design mit Such- und Vergrößerungsfunktion. Ebenfalls auf zecken.de: Eine Karte mit den FSME-Risikogebieten in Europa.
Für naturverbundene Reisende in die betroffenen Gebiete empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) eine vorsorgliche Impfung gegen FSME. Gefährdet sind vor allem Menschen, die ihren Urlaub gern in der freien Natur verbringen und somit der Gefahr eines Zeckenstichs ausgesetzt sind. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Gut zu wissen:
Eine Impfung gegen FSME kann auch noch kurz vor Reiseantritt gegeben werden. Zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen bauen einen wirksamen Schutz gegen die gefährliche Hirnhautentzündung auf und schützen Reisende sicher für den anstehenden Urlaub bzw. die aktuelle Zeckensaison.
Eine dritte Impfung nach fünf bis zwölf Monaten schließt die sogenannte Grundimmunisierung ab und sorgt für einen Langzeitschutz von drei bis fünf Jahren.
Übrigens:
Auch die Reiseapotheke kann einen Beitrag zum Zeckenschutz leisten. In eine gut ausgestattete Reiseapotheke gehören zeckenabweisende Mittel und ein Instrument zum Entfernen der lästigen Blutsauger. Geeignet sind in der Apotheke erhältliche Zeckenzangen oder eine spitze Pinzette.
IZ/red/Foto: Archivbild