04. Februar 2012

Allgäu-Orient Rallye:

Eines der letzten Auto-Abenteuer dieser Welt

27.04.2010, Wiesloch - „Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt“, wie die Veranstalter sagen, findet zum 5. Mal ab dem 30. April diesen Jahres statt. Mehr als 250 alte Autos werden in Oberstaufen zur Allgäu-Orient-Rallye 2010 nach Amman in Jordanien starten. Dabei ist auch das Team mit der Startnummer 67 aus unserer Region vertreten:
Kerstin Hangbers und Bernd Neumann aus Mutterstadt mit einem Porsche 924 Coupe, Brit Schmid und Martin Stöhr Wiesloch mit einem Jeep Cherokee 4.0, sowie Annette und Andreas Roth aus Forst (bei Bruchsal) mit einem Dodge Grand Caravan. Somit machen sich 445 PS mit 9,3 lt Hubraum auf den Weg der guten Taten.
Es ist eine Low-Budget-Rallye in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und des World-Food-Programms. Die am Anfang noch als „Spinnerveranstaltung“ belächelte Allgäu-Orient-Rallye hat sich in kürzester Zeit zu einer der größten Rallyes der Welt gemausert.

Vom Allgäu in den Orient, von Oberstaufen nach Amman, ein Team, bestehend aus sechs Personen und drei Fahrzeugen, auf über 5500 Kilometern für einen guten Zweck unterwegs.

Die Fahrzeuge müssen entweder mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen laut Schwacke-Liste nicht mehr als 1111,11 Euro Wert sein. Wer als gesamtes Team in Amman ankommt (egal ob mit einem oder allen drei Fahrzeugen) und die Sonderaufgaben auf der Strecke erfüllt hat, kommt in die Wertung.
Und der Hauptpreis: Ein echtes Kamel. Dieses verbleibt jedoch in Jordanien.

Die Rallyefahrzeuge sind technisch und optisch für dieses Event bearbeitet worden. Die Fahrzeuge, beziehungsweise das, was nach der harten Rallye noch davon übrig ist, werden von den Teilnehmern an die Welthungerorganisation WFP (World Food Programm) der Vereinten Nationen gespendet. WFP lässt die Fahrzeuge als Ersatzteile verwerten.

Diese Organisation der Vereinten Nationen hat auch das Patronat für die Allgäu-Orient-Rallye übernommen. Weil das jordanische Königreich auf die Erhebung der hohen Einfuhrsteuern verzichtet, ist bei den bisherigen Rallyes bereits ein stattlicher Betrag zusammen gekommen.

Die Mitglieder des Teams mit der Startnummer 67 freuen sich schon sehr auf das Abenteuer. Schließlich kommt es bei dieser Rallye nicht in erster Linie auf das Rasen und gewinnen an. Das Ganze soll Spaß machen und man wird viele Länder und Menschen kennenlernen. Die Teams bestimmen ihre Routen bis Istanbul weitgehend selbst. Dort gibt es dann einen Tag Pause.

Auf der ganzen Fahrt dürfen keine Autobahnen benutzt werden.
Navigationssysteme sind tabu. Nach einer Sonderprüfung in der Türkei geht es dann über den Bosporus, durch Anatolien und Syrien ins jordanische Königreich. In Jordanien selbst warten Sonderprüfungen in der Wüste und an besonderen Orten wie Petra, dem Wadi Rum, am Roten Meer, auf Mount Nebu und am Toten Meer auf die Rallyeteilnehmer. Unterwegs sind noch geheime Sonderaufgaben zu lösen.

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Basma bint Talal zeichnete letztes Jahr die Preisträger aus. Unter anderem waren bei der Siegerehrung mehrere Minister der jordanischen Regierung, zahlreiche Staatsgäste sowie Diplomaten, als auch Familien und Freunde der Rallyeteilnehmer anwesend. Genau so soll es auch 2010 wieder werden.

Einen großen Wunsch hat das „Wir sind dann mal weg Team67“ noch:
Da die Rallye, in der Öffentlichkeit, noch nicht so bekannt ist, hat sich leider auch die Unterstützung von den  bisher angefragten Unternehmen und Firmen sehr in Grenzen gehalten.

Daher werden Anfragen zum Sponsoring dankend entgegen genommen. Angefangen von den Fahrzeugen, über Gebühren, Visakosten, Kleidung, Spritkosten und Verpflegung, Telefon- und Internetkosten im Ausland, Übernachtungen, Equipment sowie Rückflug, und, und, und, kommen doch einige Kosten auf die Teilnehmer zu.


zg
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