22. Mai 2012

Über 2000 Besucher kamen

„Szenen aus der Neuen Welt“ ein Erfolg

02.02.2012, Schwetzingen - Am letzten Sonntag ging mit „Szenen aus der Neuen Welt“ eine der erfolgreichsten Ausstellungen im Karl-Wörn-Haus Schwetzingen zu Ende. Weit über 2.000 Besucher erfreuten sich in den letzten Wochen an den Modellfiguren aus Zinn, Blei, Holz, Papier, Elastolin und Kunststoff. Vor allem der 2.000. Ausstellungsgast, Hans-Peter Minack aus Plankstadt war sichtlich sprachlos, als er vom Museum als Dankeschön für seinen Besuch einen Ausstellungskatalog und einen Gutschein über eine Fahrt im Heißluftballon, gesponsert von den Stadtwerken Schwetzingen, die auch die Ausstellung unterstützt hatten, bekam. „Ich bin begeistert, dass die Stadt Schwetzingen so tolle Ausstellungen macht“.

Auch die Besucher zur Sonderführung „Der Wilde Westen“, geführt von den beiden Sammlern, Volker Ziegler und Ralf Rothermel, waren fasziniert von den Erzählungen über die Lebensweise der über 500 verschiedenen Indianerstämmen, ihren Behausungen und Ritualen. Die einzelnen Geschichten von Buffalo Bill oder General Custer, der 1876 am Little Bighorn River von Sitting Bull und Crazy Horse geschlagen wurde, nahmen die Zuhörer in ihre eigene Kindheit mit zurück, als sie selbst mit Cowboys und Indianern gespielt hatten. Natürlich durfte auch der Lieblingsindianer nicht fehlen: Winnetou.

So rundete der Vortrag von dem renommierten Karl-May-Kenner Rudi Schweikert die Ausstellung perfekt ab. Seine spannende Biographie, über einen der meistgelesenen deutschsprachigen Autor, beschreibt Karl May als Jungen, der in einfachen, armen Verhältnissen einer Weberfamilie am Rande des Erzgebirges am 25. Februar 1842 das Licht der Welt erblickte. Allein durch seine Phantasie fiel er bereits in der Schulzeit auf, wurde gefördert und verdankte dieser Gabe, so aus seinem Elend herauszukommen. Was aber nicht lange anhielt, da er sehr bald immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt kam und wegen Diebstahl, Betrug und Hochstapelei steckbrieflich gesucht und später mehrere Jahre ins Gefängnis gehen musste. Wahrscheinlich genau dort kamen ihm die phantastischsten Ideen zu seinen Büchern, sei es über Kara Ben Nemsi oder Winnetou und Old Shatterhand, die er mit Hilfe von fremden Reiseberichten ausschmückte.

Wer mehr von Karl May hören möchte, ist recht herzlich eingeladen, am kommenden Samstag, ab 16 Uhr beim Treffen der Karl-May-Freunde im Grünen Baum dabei zu sein.

Geschlossen wegen Umbau
Das Karl-Wörn-Haus, Museum der Stadt Schwetzingen hat im Februar und März, an allen Sonntagen, wegen Umbau- und Malerarbeiten geschlossen.
Ab Sonntag, den 1. April ist das Karl-Wörn-Haus von 11:00-17:00 Uhr wieder zu besichtigen. Der Eintritt bleibt weiterhin frei.


br / Fotos: zg
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