08. Februar 2012

Senioren innovativ

Initiative "Senioren ans Netz"

16.10.2009,

Der Einkauf von Lebensmitteln, die Bestellung von Fahrkarten, die Überweisungen von Rechnungen – viele dieser Alltagsaufgaben können heute bequem von zu Hause aus erledigt werden. Das Internet ermöglicht Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter hinein eine selbstständige Lebensführung ohne auf Fahrdienste oder andere Hilfeleistungen angewiesen zu sein. Der Kontakt zu entfernt lebenden Kindern und Enkeln wird deutlich erleichtert: Per E-Mail können Grüße, Bilder und Informationen ausgetauscht werden. Das stärkt den Generationenzusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe der Generation 50plus.

 

Zahlen und Fakten

In der Bundesrepublik sind heute etwa 25 Millionen Menschen über 60 Jahre alt. Derzeit nutzt knapp ein Drittel das Internet. Laut ARD/ZDFOnlinestudie konnten im Jahr 2008 die größten Zuwächse bei den Internetanschlüssen unter den 60- bis 79-Jährigen festgestellt werden, von denen inzwischen nahezu 30 Prozent - das sind gut 5,1 Millionen - im Netz sind. Der Anteil der männlichen Internetnutzer über 50 liegt bei 45,6 %, der Anteil der Internetnutzerinnen bei 33,8 %.

 

Im Zuge der zunehmenden Internetaktivität von Senioren sind zahlreiche eigene Plattformen für die ältere Generation entstanden. „www.Platinnetz.de“, „www.Seniorennetz.de“, „www.Fiftiesnet.de“ sind nur einige Beispiele für Websites, die Speziell auf die Bedürfnisse dieser Generation zugeschnitten sind.


Internetbeteiligung und Medienkompetenz

Die Altersgruppe 50+ kann den sozialen und familiären Anschluss über das Internet aufrechterhalten. Die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben ist ebenfalls eine große Möglichkeit des Internet. Zielgruppengerechte Angebote zur Nutzung des Angebots in der eigenen Wohnung, aber auch in Treffpunkten für Seniorinnen und Senioren und in öffentlichen Einrichtungen sollen es technikinteressierten älteren Menschen erleichtern, den Schritt in das Internet zu gehen. Darüber hinaus müssen spezifische Angebote für technikferne Gruppen und Personen dafür Sorge tragen, dass Seniorinnen und Senioren gleiche Chancen haben wie die jüngere Bevölkerung, ihr Leben durch die Nutzung der elektronischen Dienstleistungen von Behörden, Unternehmen und Kommunen vereinfachen und erleichtern zu können.

 

Aktivitäten bündeln und Angebote verbessern

Für die Generation der über 60-Jährigen fällt der Zugang zum Internet über Ausbildung und Beruf weitgehend aus. Seniorinnen- und Seniorenverbände,  Krankenkassen, Bildungseinrichtungen und zunehmend Wirtschaftsunternehmen der IT- und IT-Anwenderbranche (Banken) versuchen, diese Lücke durch eigene Kursangebote zu füllen. Kommunen und Verbände haben Internetcafés eingerichtet, die sich auch oder ausschließlich an diese Zielgruppe wenden.

 

Die vielen wertvollen Einzelinitiativen und lokalen Angebote müssen gebündelt und über das jetzige Maß hinaus bekannt gemacht werden, damit sie auch bei technikfernen Bevölkerungsgruppen Interesse und Nachfrage wecken. Der Nutzen und die Qualität der Angebote für Seniorinnen und Senioren stehen dabei im Vordergrund. „Alte“ Medien, wie Anzeigenblätter, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen müssen gewonnen werden, um diese Generation eingehend und zielgruppengerecht für die neuen Medien zu gewinnen.

 

Die Nutzungsinteresse von Seniorinnen und Senioren stärken

Für die Altersgruppe 50+ ist in erster Linie der Nutzen des Mediums Internet von Interesse, spielerische Aspekte werden deutlich weniger eingesetzt. Informationen, Serviceangebote und Kontaktmöglichkeiten unterstützen bei der konkreten Alltagsbewältigung: Auskünfte zu Nah- und Fernverkehrsverbindungen, Öffnungszeiten von Behörden, Sprechzeiten von (Fach-)Ärzten, Einkauf von Spezialprodukten und (diätetischen) Lebensmitteln, Austausch mit (medizinischen) Spezialisten in Expertenforen. das Internet kann eine Form von zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit gewährleisten, die andere Medien, wie Zeitungen, Telefone oder Fernsehen bisher nicht leisten können.

Zusätzlich kann das Internet auch genutzt werden, um neue Interessensgebiete zu erschließen, bereits vorhandenes kreatives und künstlerisches Potenzial weiter zu entwickeln oder sich gar mit eigenen Werken und Produkten (Kunst, Handwerk) zu präsentieren und diese zu vermarkten.

 

Schnell finden, statt lange suchen

Nach dem Motto: „schnell finden, statt lange suchen“ ist www.Serviceseiten50plus.de an den Start gegangen: Neben Informationen zu vielfältigen Themen bietet das neue Internetportal Unterhaltung und Austausch für Mitglieder. Die Website präsentiert sich kompakt und übersichtlich, damit die Besucherinnen und Besucher Interessantes für sich auf einfachem Weg finden. Alle Angebote des Internetportals sind kostenlos. Wer von zusätzlichem Service profitieren will, kann den 14-tägigen E-Mail-Newsletter abonnieren. Auch nicht registrierte Nutzerinnen und Nutzer der Seite können den Newsletter beziehen. www.Serviceseiten50plus.de

 

Projekt 50plus-ans-Netz

Das Projekt 50plus-ans-Netz informiert über kostengünstige Kursangebote zur Internetnutzung: Die Internet-Kurse richten sich an Anfängerinnen und Anfänger, die wenig oder gar keine Computerkenntnisse besitzen. In den vierstündigen Kursen lernen Sie mit der Maus umzugehen, im Internet zu surfen und E-Mails zu verfassen, Informationen zu suchen und Ergebnisse zu finden, interaktive Möglichkeiten des Internets zu nutzen.

Außerdem gibt es Internetkurse zu den fünf Alltagsthemen Einkaufen, Finanzen, Gesundheit, Reisen und Sicherheit. Weitere Informationen, Termine und die Aktionslandkarte finden Sie im Internet unter: www.50plus-ans-netz.de



Deutscher Seniorenring e.V.
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