22. Mai 2012

Evang. Kirchengemeinde AL

Posaunenchorkonzert

13.02.2012, Lußheim -
Großartiges Ergebnis der Jugendposaunenarbeit
Altlußheim. In vielerlei Hinsicht gab es Premieren am Sonntag. In der evangelischen Kirche fand das erste Konzert des Jugendposaunenchors Nordbaden statt, der einen mehr als beeindruckenden Einblick in seine Arbeit bot. Immer für zwei Jahre finden sich junge Musiker/innen zwischen 15 und 25 Jahren der Posaunenchöre im Bereich Süd- und Nordbaden zusammen, um dann nach wenigen Probewochenenden ihr Können in Konzerten zu beweisen. Mit Trompeten, Flügelhorn, Posaunen und Tuba erlebten die Besucher in der vollbesetzten Kirche ein großartiges Beispiel fulminanter Kirchenmusik.
Die Mitglieder des Jugendposaunenchors Nordbaden präsentierten unter der Leitung von Armin Schaefer ein abwechslungsreiches Programm, wo klar wurde, dass moderne Musikliteratur mit erhabenen Kompositionen der Altmeister Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach sich durchaus vertragen. Die zeitgenössischen Komponisten Traugott Fünfgeld, Arno Hermann, Simon Langenbach und Reinhard Gramm stehen hier aber den Großen aus vergangenen Jahrhunderten nicht nach. Mit der "Fanfare for Brass" von Traugott Fünfgeld eröffnete der Bläserchor den Liederreigen fröhlich und füllte mit der Musik die komplette Kirche aus. Erhaben klang Händels "Singt unserm Gott" und die Gemeinde sang bei J.S. Bachs "Nun danket alle Gott" kräftig mit. Nach der "festlichen Eröffnungsmusik" von Arno Hermann für acht Posaunen las Pfarrer Maximilian Heßlein aus dem Buch Jesaja ein Kapitel im Hinblick auf das nahende Osterfest. Heßlein ist auch der Landesobmann der Badischen Posaunenarbeit und hat den Weg nach Altlußheim nicht gescheut. Auch die Jungbläser des Altlußheimer Posaunenchors unter der Leitung von Michael Rauchholz waren mit von der Partie, unter anderem mit einem "Chacha" von Reinhard Gramm und dem bekannten "Menuett" aus der Feder von J.S. Bach.
Der Jugendposaunenchor zeichnete sich durch eine sehr hohe Qualität seines Spiels aus. Antonin Dvorak ist bekannt für seine schrägen Töne. Solange man sie sauber spielt, klingt es richtig gut. Den Jungbläsern gelang hier die perfekte Darbietung eines Themas mit fünf Variationen nach einer Bearbeitung von Magdalene Schauss-Flake, für das es reichlich Applaus und Bravo-Rufe gab. Modern ging das Konzert zu Ende mit dem Stück "Go-sp(i)el" und dem "Groovin`March", die beiden Stücke erfuhren mit rythmischer Cajon-Begleitung regelrechten Big-Band-Sound. So macht Posaunenchorarbeit Spaß, den Akteuren und auch den Zuhörern. "Komm Herr, segne uns" von Helmut Lammel bildete den Abschluss, die Zuhörer konnten wieder mitsingen und ohne Zugabe durften sich die begabte Jugend nicht verabschieden. mb



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