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Sport ohne Rückenschmerzen

Welche Sportarten das Rückgrat stärken

09.03.2011, -

Wenn die Temperaturen steigen und die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling die Lebensgeister der Menschen wecken, dann strömen unzählige Hobbysportler in die Parks und Wälder, um ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.

Doch Vorsicht

Viele Sportler unterschätzen die Gefahr von Überbelastung. Besonders der Rücken erweist sich immer wieder als sehr schmerzanfällig bei einseitigen Bewegungen. „Viele untrainierte Sportler schaden ihrem Rücken und ihren Gelenken extrem, wenn sie es mit der Intensität der ersten Trainingseinheiten übertreiben“, warnt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga e.V. aus München. Dabei kennen Experten zahlreiche Sportarten, die im Frühling besonders viel Spaß machen und unser Rückgrat sogar stärken.

Zu den rückenfreundlichen Sportarten gehören unter anderem Radfahren, Walking, Nordic Walking oder Inlineskaten. Während des Radfahrens in aufrechter Sitzhaltung lastet das Gewicht des Körpers auf dem Sattel und dem Lenker, sodass der Rücken geschont bleibt.

Bei Vorbelastungen

Rennräder setzen aber durch ihre tiefen Lenker und die daraus resultierende gebückte Fahrhaltung einen erhöhten Grad an körperlicher Fitness voraus. Walking, das schnelle Gehen, empfiehlt sich wiederum auch für ungeübte Menschen mit Rückenleiden. Bei dieser Sportart trainieren Aktive viele Muskelpartien, ohne die Wirbelsäulengelenke durch starke Stöße in Mitleidenschaft zu ziehen.
Wenn die Walker durch die Benutzung von Skilanglaufstöcken zum Nordic Walking übergehen, trainieren sie gleich noch den Aufbau der Arm-, Brust- und Schultermuskulatur mit.
Auch die Trendsportart Inlineskaten verdient die Bezeichnung rückenfreundlich, da der Rumpf während der Rollbewegungen kaum unter Belastung steht. Risiken bestehen hierbei eher in erhöhter Sturzgefahr, weil viele Inliner-Fahrer Probleme mit dem Bremsen haben. Treten allerdings bei der Ausübung dieser Sportarten Schmerzen auf, rät Wirbelsäulenexperte Dr. Schneiderhan dringend zu einem Arztbesuch, um die Ursache der Beschwerden abzuklären.

Ballsportarten

 „Gefahren für den Rücken lauern hingegen bei Ballsportarten“, warnt der Mediziner. Dazu gehören unter anderem Fußball, Tennis oder Badminton.
Bei diesen Spielen stoppen die Akteure oftmals aus der Bewegung heraus abrupt ab, was die Wirbelsäule stark belastet. Besonders beim Tennis und beim Badminton empfiehlt sich ein Ausgleichssport, da die Gelenke und die Muskeln unter einseitiger Belastung stehen. Auch das vielfach beliebte Joggen kann sich kontraproduktiv auf unsere Bandscheiben auswirken.
Besonders untrainierte Sportler verfügen noch nicht über die nötige Muskelmasse, um die vielen Stöße beim Laufen abzumildern. Qualitativ hochwertige Sportschuhe versprechen zwar eine gute Federung, reichen allerdings nicht aus. Nur der verantwortungsbewusste Einstieg ins Aufbautraining mit kurzen Laufstrecken beugt Verletzungen durch Überbelastung vor.

Nicht ganz verzichten!

Wer gänzlich auf Sport verzichtet, tut seinem Körper aber auch keinen Gefallen. „Je weniger wir uns bewegen, desto mehr bauen sich unsere Muskeln ab“, erklärt Dr. Schneiderhan. „Wenn der Frühling dann aber mit warmen Sonnenstrahlen lockt, dann fällt einem das Sporttreiben in richtiger Dosierung auch gar nicht mehr schwer“.



red/akz
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