22. Mai 2012

Spielfilm

Wer ist Hanna?

WebCode: Hanna1000

17.05.2011, VERLOSUNG: Anrufen und gewinnen!
Wir verlosen 10 x 2 Karten für das Cineplex & CinemaxX-Kino in Mannheim und das Cineplex Bruchsal.
Losungswort: "Hanna" und den gewünschten Kinoort und Telefonnummer angeben.
Bitte nennen Sie uns zwingend Ihre Tel.-Nr., damit wir die Gewinner benachrichtigen können!
Verlosungshotline: 0137-837 00 17*
Teilnahmeschluss: Montag, 29.05.2011, 22 Uhr

* 0,50 Euro/Anruf. Es werden insgesamt 20 x 2 Karten verlost. Teilnahmeberechtigt ist jedermann, ausgenommen Mitarbeiter des Verlags und deren Angehörige. Die Gewinner/-innen werden telefonisch benachrichtigt und unter www.nussbaum-slr.de unter der Rubrik "Leser" veröffentlicht.

Die Gewinne können an den folgenden Tagen eingelöst werden: 30.05.2011 bis 08.06.2011 (jedoch nicht Sa./So.)

Kinostart: 26.05.2011

Atemloser Actionthriller über eine 14-jährige Auftragskillerin, die sich nach einem normalen Teenagerleben sehnt.  Jahre sind vergangen, seitdem CIA-Agent Erik Heller abgetaucht ist. Die Zeit hat er genutzt, in der skandinavischen Wildnis seine nunmehr 16-jährige Tochter Hanna zu einer schier unbesiegbaren Mordmaschine auszubilden. Sie soll CIA-Agentin Marissa Wiegler ausschalten, die für den Tod von Hannas Mutter verantwortlich ist. Doch vorerst erwischt sie nur eine Doppelgängerin und wird auf ihrer Odyssee quer durch Europa von Wieglers Schergen gejagt.

Mit "Hanna" betritt Regisseur Joe Wright, bekannt durch "Stolz und Vorurteil" und "Abbitte", filmisches Neuland: Auch wenn der Regisseur selbst von einem "Märchen" spricht, ist seine Variation der Prämisse von "Nikita" doch ein atemloser und ungemein virtuos gefilmter Actionthriller, der sich auch an den "Bourne"-Filmen orientiert. Wrights "Abbitte"-Star Saoirse Ronan überzeugt als Teenager ohne Identität ebenso wie Cate Blanchett und Eric Bana.
Kreativ und anspruchsvoll inszenierter Rachethriller von Joe Wright, in dem seine "Abbitte"-Heldin Saoirse Ronan als faszinierend intensive Teenmädchen-Variante von Jason Bourne grimmig gegen Agenten und Auftragskiller ins Gefecht zieht.

"Abbitte"-Entdeckung Ronan ("In meinem Himmel") erinnert in ihrer Rolle als perfekt kalibrierte Killermaschine auch an Natalie Portman in "Leon - Der Profi" - nur ist sie noch besser. In der Einöde Finnlands von ihrem Vater Erik ("Hulk" Eric Bana) in diversen Jagd-, Nahkampf- und Überlebenstechniken sowie Schusswaffengebrauch trainiert, ist die 16jährige ihm inzwischen ebenbürtig. Er hat sie für einen Zweck ausgebildet: Sie soll die CIA-Agentin Marissa Wiegler (Cate Blanchett als eisige Spionagekönigin) ausschalten, die für den Tod von Hannas Mutter verantwortlich ist. Ein bewusst ausgelöstes Signal führt zu Hannas Internierung in einem unterirdischen Bunker in Marokko. Dort bricht sie Wieglers Doppelgängerin das Genick und eliminiert im Stil von Alice aus "Resident Evil"' reihenweise anonymes Sicherheitspersonal. Anschließend flüchtet sie in die Wüste und freundet sich mit einem britischen Touristenmädchen an. Intime Großaufnahmen beim Zeltgeflüster der beiden Backfische deuten erste Gefühle in Hanna an, die bislang ohne Menschenkontakt (außer Papa) oder Musik aufgewachsen ist. Dabei spielt Musik in Form vom superben Sounddesign der Chemical Brothers eine entscheidende Rolle im Film. Die hervorragend choreographierte Action wird von den treibenden Electronica-Rhythmen optimal vorangetrieben. Hannas Odyssee führt sie quer durch Europa nach Berlin, dem verabredeten Treffpunkt mit ihrem Vater. Alldieweil wird sie von Wieglers Schergen, bestehend aus einem Hamburger Zuhältertypen und zwei Skinheads verfolgt. Im Brüder Grimm Märchenpark kommt es zum symbolträchtigen finalen Showdown mit Wiegler, die mehr zu verbergen hat, als es zunächst scheint.

Die großartigen schauspielerischen Leistungen (insbesondere von Ronan) und die rundum stilsichere Regiearbeit von Wright kaschieren, dass es der Story der beiden weitgehend unerfahrenen Drehbuchautoren an Substanz fehlt. Regisseur Wright engagiert Augen und Kopf mit einer phänomenalen Bildersprache, die lange Kamerafahrten, handgehaltene Kamera, 360-Grad-Umkreisungen und unkonventionelle Perspektiven integriert, und hält das Tempo, egal ob es sich um aufreibende Action oder mehr besinnliche Momente handelt. Langweile kommt so keine Sekunde auf - im Gegenteil: Dieser ungewöhnliche, an internationalen Schauplätzen gedrehte Thriller um eine unkonventionelle Heldin ist regelrecht elektrisierend.


Blickpunkt Film
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