Ausstellung im Rathaus
Mit viel Energie für Klima und Umwelt
12.02.2010, Walldorf - Mit vielen praktischen Tipps, die letztlich alle dem Umwelt- und Klimaschutz dienen, wartet die Ausstellung „Energetisches Bauen und Sanieren“ auf, die im Rathaus-Foyer zu sehen ist und die Bürgermeister Heinz Merklinger am 8. Februar eröffnet hat.
„Die Ausstellung zeigt viele Beispiel zukunftsorientierter und markterprobter Energietechniken mit all ihren Effekten für die Umwelt und den Geldbeutel“, erklärte Merklinger, der sich freute, dass die Stadt Walldorf für die große Ausstellung mit der Stadtwerke Walldorf GmbH, der KliBA, den lokalen Banken und zahlreichen weiteren Unternehmen viele Mitmacher und Unterstützer finden konnte. Das lebhafte Interesse, auf das die Ausstellungseröffnung stieß, wertete er als positives Zeichen dafür, „dass das Umweltbewusstsein stetig wächst und sich das passive Verhalten immer mehr zum aktiven Verbessern“ verändere. Mit der Ausstellung wolle die Stadt das Umweltbewusstsein schärfen, weiterentwickeln und konkrete Hilfestellung geben, ganz nach dem Motto „global denken, lokal handeln“, das Walldorf schon lange beherzige. Vor allem die Senkung des Energieverbrauchs sei eine wesentliche Aufgabe geworden, stellte Merklinger fest. „Dies ist umso wichtiger, als mit dem Einsatz fossiler Brennstoffe hohe Umweltbelastungen einhergehen. Nur wenn der globale Ressourcenverbrauch mit seinem Schadstoffausstoß insgesamt reduziert und gerechter verteilt wird, kann ein Zusammenbruch des ‚Ökosystems Erde’ vermieden werden“, so Merklinger.
Gemeinderat für Umweltförderprogramme
Das Engagement der Stadt Walldorf in Sachen Umwelt- und Klimaschutz wurde auch bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 2. Februar deutlich, als das Gremium sich einstimmig dafür aussprach, die umfangreichen und bewährten Umweltförderprogramme der Stadt für die Jahre 2010 und 2011 neu aufzulegen. Dies in einem finanziellen Rahmen von jeweils 250.000 Euro pro Jahr. Dazu gehören die Förderung von Außenwand- und Dachdämmung, Kellerdeckendämmung, Wärmeschutzverglasung, des Einbaus von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, von Passivhäusern, Dachbegrünung, thermischen Solaranlagen, Photovoltaikanlagen, Gasheizungsanlagen, Holzfeuerungsanlagen, Regenwassernutzungsanlagen, Entsiegelung, des Umweltschutz-Bonusprogramms und des Geschirrmobils.
In der Gemeinderatsitzung meinte Uwe Lindner (CDU) in Anspielung auf den Weltklima-Gipfel in Kopenhagen, dass die große Politik in Sachen Klimaschutz enttäuscht habe. Daher sei es nach wie vor sinnvoll, die Umweltförderprogramme im eigenen Bereich fortzusetzen. Man müsse Anreize schaffen und die Menschen ermuntern, die Umweltförderprogramme in Anspruch zu nehmen. Dem Vorschlag der Stadtverwaltung, die Interessenten für Passivhäuser anstatt eines einmaligen Zuschusses ein Darlehen zu geben, unterstützte er, regte aber an, den Bauherren die Wahl zu lassen, was so auch beschlossen wurde. Horst Hennl (FDP) freute sich, dass „wir uns das leisten können“. Das Geld sei hier gut angelegt. Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD) sprach sich ebenfalls für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen aus und für die Fortführung der lange bewährten Förderangebote. Trotz geringerer Einspeisevergütung sei auch die Photovoltaik immer noch „auskömmlich“, meinte sie. Sie wünschte sich auch, dass man die Vorzüge von Passivhäusern noch deutlicher kommunzieren müsse. Bisher gebe es leider nur vier Passivhäuser in Walldorf. Auch Stadtrat Walter Hecker (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte dem Umweltförderpaket zu. Er berichtete und begrüßte, dass die SAP AG bis zum Jahr 2016 Kohlendioxid-Ausstoß halbieren wolle. Damit würde die Firma das ehrgeizige Kohlendioxid-Minderungsprogramm der Stadt sehr unterstützen, lobte er, und wünschte dafür viel Glück.
Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat das Programmpaket und die Wahlfreiheit zwischen Darlehen und Einmalzuschuss für Passivhäuslebauer.
Stadt Walldorf/Foto: Pfeifer
Energetisches Bauen und Sanieren in Walldorf