20.08.2010, Hockenheim -
In unserer Print-Ausgabe Nr. 49 vom 2. Dezember 2009 berichteten wir über das Erfolgsmodell „Berufspraktisches Jahr" (BPJ).
Seit 25 Jahren gibt es das Berufspraktische Jahr und ein Platz in diesem Projekt hat schon vielen beim Start in den Beruf geholfen. Das BPJ qualifiziert junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung durch ein Langzeitpraktikum (6 bis 12 Monate) in ortsansässigen Betrieben. Einmal pro Woche findet ein Berufsschultag in Wiesloch oder Hockenheim statt, an dem ein Austausch von Praxis + Theorie erfolgt, Allgemeinwissen vermittelt und Schlüsselqualifikationen trainiert werden. Während des Praktikums werden die Praktikantinnen und Praktikanten sozialpädagogisch betreut. In den nächsten 5 Ausgaben möchten wir Ihnen gerne 5 Teilnehmer der BPJ-Klasse 2009/2010 der Louise-Otto-Peters-Schule aus Wiesloch und Ihre Praktikumsbetriebe vorstellen.
Heute besuchen wir Peter Mohler aus Dielheim im Praktikum. Peter begann im Februar 2010 mit seinem Praktikum bei der Eurest GmbH, einem der weltweit führenden Food Service-Anbieter in der Betriebsgastronomie. Genauer gesagt macht er sein Praktikum im Gästecasino bei SAP Walldorf.
Sein Ausbildungswunsch: Koch
Peter, warum hast Du BPJ gemacht?
Ich war auf der Walldorfschule, hatte gerade meinen Hauptschulabschluss und hätte auch noch weiter machen können.., habe dann aber abgebrochen, weil ich gerne etwas Praktisches machen wollte.
Wie bist Du dann auf das BPJ gekommen?
Über die Agentur für Arbeit.
Und wie hast Du Deinen Praktikumsplatz gefunden?
Ich hatte hier im Gästecasino bei Herrn Klefenz schon ein Schulpraktikum gemacht und es hat mir da schon sehr gut gefallen. Dann habe ich ihn einfach gefragt, ob ich das BPJ bei ihm machen kann.
Was sind denn so Deine Aufgaben?
Im Moment mache ich hauptsächlich Vorspeisen und Desserts und helfe beim Anrichten. Ach ja und Putzen und Saubermachen natürlich.
Was glaubst Du hast Du in diesem Jahr gelernt?
Das ich Ausdauer habe.
Was war das Schwierigste im Praktikum?
Das frühe Aufstehen um 5.30 Uhr! Aber daran gewöhnt man sich auch.
Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?
Die Arbeit im Team. Und gerade vor zwei Tagen das Sommerfest von SAP mit Circus Roncalli und 20.000 Essen, die ausgegeben werden mussten. Das war schon was Besonderes. Ja und Soßen zubereiten, dass mache ich aber nur zu Hause. „Gerade in diesem Metier, in dem es schon mal rau und hektisch zugeht, muss man seine Arbeit lieben“, so Peter Klefenz der Küchenleiter des Gästecasinos, „ und da ist es gut, sich vorher genau geprüft zu haben, ob man das auch wirklich kann und will. Wer hier das Praktikum durchsteht, hat dann auch gute Chancen die Ausbildung zu schaffen.“
Und das traut er seinem Schützling Peter zu, denn er wird ihn in die Ausbildung übernehmen. BBQ Berufliche Bildung gGmbH organisiert das BPJ in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kammern, der Agentur für Arbeit und der Louise-Otto-Peters Schule Wiesloch und Hockenheim. Auch junge Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, können am BPJ teilnehmen. Liegen die entsprechenden Voraussetzungen vor, kann die Agentur für Arbeit den beteiligten Betrieben Zuschüsse zur Vergütung und Sozialversicherung der Teilnehmer aus dem EQJ-Sonderprogramm gewähren. Das BPJ wird vom Europäischen Sozialfond kofinanziert.
Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Frau Claudia Weitzel 0621 40042-38, Frau Eva Schlobat 0621 40042-30 oder Herrn Christian Dittler Mobil: 0170 1646319 und im Internet unter: www.bbq-zukunftskurs.de
zg