23. Mai 2012

Traditioneller Ostermarkt

Ostermarkt Schwetzingen

28.03.2010, Schwetzingen - Schon im Eingangsbereich des Bassermannhauses wird der Besucher frühlingshaft begrüßt, bunte Primeln weisen den Weg ins Obergeschoss, wo im großen Mehrzweckraum der traditionelle Ostermarkt der Heimat- und Kulturstube an zwei Tagen geöffnet ist. Renate Gasche und ihrem Organisationsteam ist es heuer wieder gelungen 24 Aussteller zu gewinnen, die in verschiedenen Techniken österliche Dekorationen ausstellen, aber auch Modeschmuck, Duftseifen, Handarbeiten, selbstgefertigte Schnäpse und Aquarelle werden angeboten. „Der Markt ist mittlerweise seit 30 Jahren etabliert und sehr gut eingeführt, er pflegt die Tradition und das Brauchtum und jedes Jahr bekommen wir Anfragen von Ausstellern, hier mitzumachen“, so Renate Gasche.

Damit die Gäste etwas Außergewöhnliches ins Osternest verstecken können, bieten die Hobby- und Kunsthandwerker Ostereier in zarter Schale in unterschiedlichen Techniken an, z.B. Stefanie Springer, die ihre bunten Plastikeier mit Splittern von zerborstenen Autoscheiben beklebt, die sie von den umliegenden Schrotthändlern erwirbt. „Es ist eine langwierige Arbeit, vergleichbar mit einem Puzzle, bis ein Ei fertig ist“, so Springer im Gespräch. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, besonders wenn es angeleuchtet wird, funkeln die Splitter wie kleine Diamanten. Anja Schilling und Heide Höhn lassen die Herzen der weiblichen Besucher  höher schlagen. Sie stellen Modeschmuck  aus unterschiedlichen Naturmaterialien wie Horn, Holz, Halbedelsteinen oder Glas her. Anja Schillings neueste Kreationen stammen aus „Omas Nähkästchen“, hierbei verarbeitet sie gut erhaltene Knöpfe, farblich zueinander passend, mit Perlen zu wunderschönen Armbändern oder Ringen. Heide Höhne hingegen widmet sich dem zarten Material Glas, das sie schmilzt und danach edle Perlen formt um sie dann in Geschmeide für Dekolletee, Arm oder Finger weiter zu verarbeiten.

Natürlich dürfen auch die Mümmelmänner auf dem Markt nicht fehlen, ob aus Filz, Span oder Schokolade finden sie ihre Abnehmer, und auch das österliche Gesteck, vornehmlich aus Bux gesteckt mit bunten Schleifen, wird sehr gut verkauft.

Susanne Raufelder ist zum ersten Mal in Schwetzingen vertreten. Sie pflegt eines der ältesten Handwerkstechniken, das Filzen. Jedes ihr Stücke ist ein Unikat und findet als Tasche oder Schal bzw. Kinderspielzeug, Schmuck oder Dekorationsartikel seine Abnehmer. Susanne Raufelder zeigte und erklärte den Besuchern die kunsthandwerkliche Tradition des Filzens und die Herstellung der aufwändigen und liebevollen Handarbeit.

Damit sich die Eltern in Ruhe umschauen konnte, war für die Kinder eine Bastelecke eingerichtet, in der sie unter Anleitung von Renate Gasche und ihren mitwirkenden Kolleginnen Elfen basteln und Eier anmalen durften. Wer eine Verschnaufpause vom vielen Schauen und Staunen benötigte, der war in der Cafeteria hier wurden Erfrischungen, Kaffee und selbstgebackener Kuchen angeboten, der in Windeseile verkauft war.

Dies war nur ein kleiner Querschnitt von den Angeboten des Ostermarktes, alle Aussteller und Anbieter vorzustellen, würde den Rahmen des Berichtes sprengen, jeder der etwas Besonders suchte, wurde hier fündig.


chs/Foto: chs
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