19.10.2009, Heidelberg -
Die Sonne ist ein unerschöpflicher und schadstofffreier Energielieferant. Acht Minuten Sonnenschein liefern der Menschheit theoretisch ein Jahr Energie. Praktisch lässt sich diese gewaltige Kraft in unseren Breiten durch Solar- und Fotovoltaikanlagen nutzen.
Für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung gibt es zuverlässig arbeitende Anlagenpakete zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Preis und Ausstattung einzelner Angebote können stark variieren. Beim Kauf sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Anlage leicht zu überwachen ist.
Private Haushalte nutzen die Sonne am effektivsten mit der solaren Warmwasserbereitung. Die Solarkollektoren können 50 - 65 % des jährlichen Warmwasserbedarfs decken, wodurch eine vierköpfige Familie je nach Alter der Heizungsanlage eine Energiemenge von 2.400 - 4.000 kWh pro Jahr einsparen kann. Dabei vermindert jeder eingesetzte Quadratmeter Sonnenkollektor die CO2-Belastung der Atmosphäre wie eine 260 qm großes Stück gesunder Mischwald.
Die Anlagen werden so ausgelegt, dass Warmwasser von Mai bis September nahezu vollständig durch die Sonne erwärmt wird. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht, wird die Heizung automatisch zugeschaltet, so dass immer warmes Wasser zur Verfügung steht. Bei richtig dimensionierte Anlagen ist die Heizung überflüssig: Sie kommen das ganze Jahr über ohne Nachheizung aus.
Das Grundprinzip der thermischen Solaranlagen ist simpel: Jeder weiß, dass sich Wasser in einem dunklen Gartenschlauch bei Sonnenschein stärker erwärmt, als in einem hellen. Diesen Effekt macht sich die Solarthermie zunutze: Auf dem Hausdach werden Solarkollektoren installiert, die von einem ungiftigen Wasser-Frostschutzgemisch durchströmt werden. Dieses Wärmeträgermedium gibt die aufgenommene Wärme an einen Solarspeicher ab, der meist im Keller nahe der Heizungsanlage steht.
Zum Einsatz kommen hauptsächlich Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren. Erstere bieten zur Warmwasserbereitung meist das bessere Preis-/ Leistungsverhältnis. Wie groß Kollektorfläche und Solarspeicher sein müssen, hängt vom täglichen Warmwasserbedarf inklusive angeschlossener Geschirrspül- und/oder Waschmaschine ab. Günstige Montageorte sind unverschattete, nach Süden ausgerichtete Schräg- oder Flachdächer. Auch nach Westen und Osten orientierte Flächen sind mit leicht vergrößerter Kollektorfläche durchaus geeignet.
Der konventionelle Warmwasserspeicher wird bei nachträglicher Installation einer Solaranlage oft durch einen größeren, schlankeren und besser wärmegedämmten Solarspeicher ersetzt.
Die Effizienz einer Anlage gewährleistet z.B. der Blaue Engel. Effektivität und Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage bestimmen z.B. die Dimensionierung, die Dämmung von Komponenten und Rohrleitungen, die Einstellung von Solarregelung, Nachheizung und Warmwasser-Zirkulationspumpe sowie die fachgerechte Installation.
Wen Sie mehr über solarthermisch Anlagen erfahren müssen, kann Ihnen vielleicht Ihr Nachbar seine Erfahrungen dazu berichten.
KliBA Heidelberg