Berufspraktisches Jahr
Eine Praktikantin berichtet: Mediengestalterin
25.08.2010, Hockenheim - In unserer Print-Ausgabe Nr. 49 vom 2. Dezember 2009 berichteten wir über das Erfolgsmodell „Berufspraktisches Jahr" (BPJ).
Seit 25 Jahren gibt es das Berufspraktische Jahr und ein Platz in diesem Projekt hat schon vielen beim Start in den Beruf geholfen. Das BPJ qualifiziert junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung durch ein Langzeitpraktikum (6 bis 12 Monate) in ortsansässigen Betrieben. Einmal pro Woche findet ein Berufsschultag in Wiesloch oder Hockenheim statt, an dem ein Austausch von Praxis + Theorie erfolgt, Allgemeinwissen vermittelt und Schlüsselqualifikationen trainiert werden. Während des Praktikums werden die Praktikantinnen und Praktikanten sozialpädagogisch betreut.
In den nächsten fünf Ausgaben möchten wir Ihnen gerne fünf Teilnehmer der BPJ-Klasse 2009/2010 der Louise-Otto-Peters-Schule aus Wiesloch und Ihre Praktikumsbetriebe vorstellen.
Ana-Belen Fuchs kommt aus Wiesloch und macht seit Januar 2010 ihr Praktikum bei colorpartner GmbH in Heidelberg. colorpartner versteht sich als Fachbetrieb für überformatige Bilder, der mittlerweile 30 Jahre Erfahrung in diesem Bereich vorzuweisen hat. Ob Digitaldruck, ob Sublimationsdruck, ob Messedisplays - colorpartner druckt für die Profis der Werbebranche.
Ihr Ausbildungswunsch: Mediengestalterin
Ana-Belen, warum hast Du BPJ gemacht?
Ich war in einem Betrieb, der mir mündlich zugesagt hatte, dass er mich in Ausbildung übernimmt. Allerdings sollte ich zuerst zwei Wochen Praktikum bei ihnen mache. Das habe ich auch gemacht und aus den zwei Wochen wurden vier, dann sechs und auf einmal hieß es, sie können mich doch nicht übernehmen.
Wie bist Du dann auf das BPJ gekommen?
Ich war dann bei der Louise-Otto-Peters-Schule, um mich zu informieren, was ich jetzt noch machen könnte. Da hat mir eine Lehrerin vom BPJ erzählt und gemeint, dass es vielleicht eine gute Lösung wäre.
Und wie hast Du Deinen Praktikumsplatz gefunden?
Frau Weitzel von BBQ hat ihn mir vermittelt.
Was sind denn so Deine Aufgaben?
Folienschnitte, Keilrahmen zusammenbauen, Drucke schneiden, aber auch am PC arbeiten.
Was glaubst Du hast Du in diesem Jahr gelernt?
Die Zusammenarbeit im Team, aber auch selbständiges Arbeiten.
Was war das Schwierigste im Praktikum?
Mich im Betrieb zurecht zu finden.
Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?
Neue Erfahrungen zu machen und die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Außerdem finde ich es toll, dass vom Entwurf bis zum Druck alles hier im Betrieb gemacht wird und ich so den ganzen Produktionsablauf kennenlerne.
„Es ist schon ein Unterschied, ob man Praktikanten zwei Wochen im Betrieb hat oder fast ein Jahr“, meint Klaus Fleischmann Geschäftsführer von colorpartner GmbH, „man kann sich doch ein viel deutlicheres Bild von den Fähigkeiten der Praktikanten machen, vor allem auch wie entwickelt sier sich, wie beständig sind Ihre Leistungen.“
Ana-Belen konnte mit ihren Leistungen überzeugen. Klaus Fleischmann wird sie in die Ausbildung übernehmen.
BBQ Berufliche Bildung gGmbH organisiert das BPJ in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kammern, der Agentur für Arbeit und der Louise-Otto-Peters Schule Wiesloch und Hockenheim.
Auch junge Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, können am BPJ teilnehmen. Liegen die entsprechenden Voraussetzungen vor, kann die Agentur für Arbeit den beteiligten Betrieben Zuschüsse zur Vergütung und Sozialversicherung der Teilnehmer aus dem EQJ-Sonderprogramm gewähren. Das BPJ wird vom Europäischen Sozialfond kofinanziert.
Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Frau Claudia Weitzel 0621 40042-38, Frau Eva Schlobat 0621 40042-30 oder Herrn Christian Dittler Mobil: 0170 1646319 und im Internet unter: www.bbq-zukunftskurs.de
zg
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