08. Februar 2012

Nutzung aktueller Technik

PC und Mobiltelefon für Senioren

16.10.2009,

Der schnelle Fortschritt und die fast monatlichen Entwicklungsschritte bei den aktuellen Technologien, zum Beispiel bei Telefon, Fotografie, PC und Internet sind für ältere Menschen mindestens so bedeutungsvoll, wie für die nachwachsende Generation.


Leider gelingt es den Herstellern solcher Geräte und Errungenschaften noch immer nicht, den Nutzen für das tägliche Leben so darzustellen, dass auch Ältere sich vorstellen können, wie sehr Komfort, Kommunikation und das Sicherheitsbedürfnis von der Anwendung dieser Technologien in jedem Lebensalter profitieren.

 

 

Mobiles Telefonieren ist vollständig normal, segensreich und sehr einfach, wenn …

 

Vor allem für Menschen, die gerne ins Ausland reisen oder gelegentlich alleine unterwegs sein und sich dabei sicher fühlen möchten, ist ein Mobiltelefon (Handy) unabdingbar. Dies gilt ganz besonders, wenn Krankheiten vorliegen, die im Komplikationsfall schneller Hilfe bedürfen. Durch das GSM-Netz (Globales Netzwerk Mobiler Kommunikation), in dem wir heute ausnahmslos mobil telefonieren, gilt inzwischen in fast allen Ländern der Welt die Nummer 112 als einheitlicher Notruf. Gleich, wo man sich befindet: die 112 ist immer die richtige Nummer.

Für Auslandsreisen ist es wesentlich, dass die Nummern im Telefon korrekt gespeichert sind: Die feste Regel lautet: alle Telefonnummern sollten auf diese Weise gespeichert sein: +49 1234-5678. Der Landeskennzahl 49 für Deutschland, ist immer ein +-Zeichen vorgestellt. Wenn Nummern so gespeichert sind, kann man im Ausland genauso einfach telefonieren, wie zuhause.

 

Die mobile Telefonie im Haus oder der eigenen Wohnung ist ebenso segensreich, kann man sich doch mit dem Telefon bewegen, Nachbarn besuchen, sich im Garten oder auf der Straße aufhalten und in Haus und Wohnung ist das Telefon immer da, wo man sich selbst gerade aufhält. Die Ladestation gehört neben das Bett und das Telefon ist tagsüber davon getrennt.

 

Der persönliche Computer (PC), so glaubte man noch vor wenigen Jahren, sollte ein Privileg weniger Menschen in großen Unternehmen bleiben. Heute steht diese faszinierende Technik allen offen.

Große Einzelhandelsketten, bei denen man bis vor kurzem nur Lebensmittel erwartete, bieten solche Wunderwerke regelmäßig zum Kauf an. Alles drin und alles vom Feinsten. Erfreulich ist, dass gemäß der neusten repräsentativen ARD/ZDF-Onlinestudie von 2008 inzwischen nahezu 30 Prozent der 60 - 79 jährigen das Internet, mindestens als Transportmedium für die E-Mail nutzen.

 

Dennoch: Die digitale Spaltung der Gesellschaft ist oft bedauerliche Realität. Kinder und Enkel schieben Eltern und Ältere beiseite, wenn es um den PC geht; bereits innerhalb von Familien ist die Spaltung zu spüren. Jahrzehnte war der Rat der Eltern und Älteren gefragt, die sich jetzt ganz ohne Not von Rat und Hilfe der Jüngeren innerhalb der Familie abhängig machen.

 

Einer der wichtigen Gründe dafür ist, dass sich der Nutzen dieser Technik für den Einzelnen bisher nur wenig erschließt. Wichtig wäre es deswegen jetzt, dass es die Jüngeren schaffen, Eltern und Älteren den Zugang zum persönlichen Nutzen dieser vielfältigen Technologien zu ermöglichen und sie dabei altersgerecht unterstützen können. Wenn Sie also zu denen gehören, die Hilfe haben: Messen Sie die Qualität der Unterstützung z.B. daran, dass Sie nichts tun müssen, um Ihre E-Mails zu holen. Nichts bedeutet: Nur den PC einschalten. Alles andere muss von alleine gehen – es geht! Seien Sie mit nichts anderem zufrieden! Die richtigen Unterstützer lassen sich gerne daran messen.

 

Es ist einfach: Alles „geistige Eigentum“ das wir für einen überschaubaren Zeitraum sicher aufbewahren möchten, ist in einem PC gut aufgehoben, gleich ob dies Briefe, Faxe, Adressen und Telefonnummern, Bilder, Videos oder die eigene Lebensgeschichte sind.

Wer „zu faul zum Suchen“ ist, hat mit einem PC den besten Verbündeten: der findet nämlich alles, was ihm jemals anvertraut wurde, in Sekunden.

 

Alles was man mehr als einmal im Leben machen muss, ist dort gut aufgehoben: Ob dies die Überweisung von Taschengeld, die Begleichung der Reparaturrechnung oder der „Geburtstagsglückwunsch“ ist. Natürlich zählt dazu auch die Mitgliederverwaltung des Vereins, inklusive der Adressaufkleber oder Briefe an alle Mitglieder und die rechtzeitige und regelmäßige Abbuchung der Mitgliedsbeiträge.

 

Das Internet braucht einen Telefon-, oder DSL-Anschluss und einen PC. Verschlossen denen, die es noch nicht kennen, und tägliches Handwerkszeug bei anderen, die seinen Segen erlebt haben.

 

Einkaufen im Internet macht unabhängig und verhilft zu einem deutlichen Gewinn an Selbständigkeit und erleichtert Vieles. Stellen Sie sich einmal vor, dass Dinge aus dem Drogeriemarkt, vom voluminösen Toilettenpapier bis zum schwergewichtigen Shampoo und Waschmittel vom Postboten an die Haus- oder Wohnungstür gebracht werden? Einfach und sicher und vor allem zum gleichen Preis, wie im Drogeriemarkt – nur ohne Schleppen! Die gewonnene Zeit können Sie zum unbeschwerten Gespräch auf dem Markt, zum Spaziergang und Treffen mit Freunden nutzen. Im Kapitel „Weitere Verbraucherschutzgesetze“ ist das Fernabsatzgesetz beschrieben, dass jedermann höchstmögliche Sicherheit beim Einkaufen im Internet bietet. Bei seriösen Händlern gibt es die Zahlung per Rechnung und damit ist das Risiko, die Geldbörse zu verlieren, in der Stadt bestohlen oder übervorteilt zu werden wesentlich höher, als beim Einkauf im Internet.

 

Freunde treffen können Sie übrigens auch im Internet! Der Kontakt mit Gleichgesinnten, wenn es sein kann, rund um den Globus, ist dort ebenso selbstverständlich, wie der Briefwechsel mit Familie, Kollegen und Freunden über alle Grenzen hinweg. Diese elektronische Post ist kein Wunderwerk mit sieben Siegeln, sondern heute einfach und problemlos zu handhaben. Der besondere Charme an der Sache ist noch, dass die Kosten für die elektronische Post sich praktisch im

0-Bereich bewegt. Für Bruchteile von €--Cent eine Nachricht nach USA, England oder Südafrika zu schicken, war früher ein Traum und ist heute tägliche Realität.

 

Die E-Mail kennt für Erwachsene keine anderen Regeln, als für Korrespondenz früherer Prägung auf dem eigenen Briefpapier. Die vielerorts erwähnten „neuen Regeln“ mögen für Kinder und Jugendliche gelten und dort auch Anwendung finden. Wenn allerdings Erwachsene sich Briefe schreiben, gibt es keinen Grund, auf gelernte, gepflegte und für wertvoll befundenen Regeln, wie Anreden und Fußzeilen zu verzichten. Auch nicht dann, wenn der Versand elektronisch stattfindet und der Brief am Bildschirm und nicht auf Papier entsteht.

 

Unterstützung bei der Erschließung der Technik ist rar, aber möglich. Voraussetzung ist allerdings eine altersgerechte Installation des PC, die Sicherstellung der einfachen Handhabung der eigenen Anwendungen und die regelmäßige Pflege und Wartung dieser hochwertigen Technik.

 

Der Markt wird eines Tages dafür sorgen, dass die nötigen Dienstleistungen entstehen und Händler sich mehr der Dienstleistung, als dem schieren Verkauf widmen - zum Nutzen für die Kunden und des eigenen Geschäftes.

 



Deutscher Seniorenring e.V.
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