Volleyball 1. Bundesliga
Wolfsgrube war nicht einzunehmen
11.04.2011, Sinsheim - „Sie haben ihre Sache gut gemacht“, Stefan Bräuer konnte trotz der 0:3 (22:25, 17:25, 23:25)-Niederlage ein positives Fazit aus der Partie gegen den VfB Suhl mit nach Hause nehmen. Mit vielen Veränderungen starteten die Kraichgauerinnen in die Partie. Außenangreiferin Tonya Mokelki konnte die Reise aufgrund des eingeklemmten Nervs erst gar nicht antreten, Mittelblockerin Marisa Field wurde ab Mitte des ersten Satzes wegen ihrer Fußverletzung geschont, so kam Jana Schumann nach Kurzeinsätzen in den letzten Partien zu ihrem Debüt über ein fast komplettes Spiel. Ihre Leistung wurde am Ende mit der Auszeichnung zum mvp (wertvollste Spielerin Sinsheims) gekrönt.
„Zwei Sätze lang waren wir dran und gestalteten das Spiel offen“, so Stefan Bräuer, der ein ganz anderes Auftreten seiner Mädels sah. Der VfB Suhl war gewarnt, zum Einen durch die Hinspielniederlage in Sinsheim und dem zuletzt schwachen Auftreten in den Spielen seit dem Pokalfinale. Gerade das 0:3 gegen Hamburg hatte bei den Südthüringerinnen Spuren hinterlassen. „Es ist ganz klar eine mentale Sache, denn die individuellen Fähigkeiten haben wir“ so Suhls Coach Felix Koslowski.
Suhl gab von Beginn an richtig Gas und erarbeitete sich mit gutem Aufschlagspiel leichte Vorteile in Satz 1. Sinsheim ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und hielt dagegen. 8:5 und 16:15 die Führung für die Kraichgauerinnen zu den technischen Auszeiten. Suhl blieb jedoch dran und wollte nicht schon wieder in Satzrückstand geraten. Mit den eigenen Fans im Rücken gelang der befreiende Satzgewinn mit 25:22. Dieser Elan wurde in den zweiten Durchgang mitgenommen, wo Sinsheim hinter seinen Möglichkeiten blieb. Das Team um Spielführerin Julia Prus beugte sich dann aber nicht seinem Schicksal, sondern drehte den 5:8-Rückstand in eine 21:20-Führung. Vor allem Luise Mauersberger, Julia Prus und Anne Vorsatz trugen über die Außenpositionen die Hauptlast des Angriffsspiels. Am Ende gelang es den Profis aus Suhl die entscheidenden „Treffer“ zu landen und den Satz mit 25:23 umzubiegen.
Suhl konnte sich rehabilitieren und der SV Sinsheim seinen letzten Auftritt in gegnerischer Halle gegen den USC Münster vergessen machen. „Die Körpersprache war gut, wir konnten Schwung aus der Köpenickpartie mitnehmen.
Für Stefan Bräuer begann am Sonntagnachmittag bereits die Vorbereitungsphase für das Spiel am Mittwoch 19.30 Uhr in der Messehalle 6 gegen den VT Aurubis Hamburg. „Wir wollen alles probieren und dem Hanseaten einen heißen Kampf bereiten.
Die Norddeutschen blieben in dieser Saison deutlich hinter ihren Erwartungen, zu unterschiedlich die Auftritte des Teams von Trainer Jean-Pierre Staelens. Eine Niederlage werden sie noch im Hinterkopf haben, das überraschende 2:3 gegen den SV Sinsheim aus der Hinrunde.
ska