23. Mai 2012

Ernteverlust von 31 % ist drin

Kälteeinbruch verhagelt die Winzerkellerbilanz

27.07.2010, Wiesloch -

Nicht ganz frei von Sorgenfalten berichtete Geschäftsführer Jürgen Bender von der aktuellen Situation auf den Weinbergen: „Die durchweg positive Entwicklung mit einer Zuwachsrate von 30 % in den Jahren 2008 und 2009 können wir in diesem Erntejahr nicht einhalten. Witterungsbedingt müssen wir mit einem Rekordverlust von fast 31 % rechnen. Wir sehen dem Herbst 2011 mit großer Sorge entgegen, denn nach 2009 erwarten wir eine zweite kleine Ernte.“

Hintergrund sind die niedrigen Nachttemperaturen von 17 °C im Juni, welche die Blüte der Trauben schwer getroffen haben. Diese kalten Werte haben die Trauben verrieselt, wie es im Fachjargon heißt. 50 % der Beeren haben sich unvollständig entwickelt, was sich auf den Ertrag nachhaltig auswirken wird. Durch die Hitzerekorde und die fehlenden Niederschläge der vergangenen Wochen kann die Entwicklung der Beeren nicht mehr aufgeholt werden. „Wir werden 2011 im Weißweinbereich in die Knie gehen müssen, was Sparmaßnahmen im Winzerkellerbetrieb nicht ausschließen wird“, so Jürgen Bender, sichtlich bewegt.


Das Bild zeigt eine Riesling-Traube, wie sie gegenwärtig an den Reben hängt.



chs/Foto: red
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