Energiesparen
Eine Scheibe ist zuwenig
14.01.2010, Nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch durch finanzielle Einsparungen macht es Sinn, sein Haus vor Wärmeverlusten zu schützen. Eine neue Heizanlage, eine gedämmte Fassade und ein gut isolierter Keller – über vieles wird beim Thema Energieeffizienz nachgedacht. Was häufig vergessen wird, sind die Fenster. „Rund 340 Millionen der insgesamt 560 Millionen Fenster in Deutschland bestehen noch aus Einfachverglasung, aus Kastenfenstern oder aus konventionellem Isolierglas“, sagt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller in Frankfurt. Dabei bedeutet es keinen finanziell oder zeitlich übermäßig großen Aufwand, die alten Gläser wenigstens gegen Wärmeschutzfenster aus zwei Scheiben auszutauschen. Ihr Zwischenraum ist mit einem Edelgas gefüllt und eine der Scheibenoberflächen wird mit einer nicht sichtbaren Metallschicht überzogen. Noch mehr Schutz bieten Dreifachverglasungen und Mehrfachbeschichtungen.
Wichtig ist der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient, der U-Wert: Er beschreibt, wie viel Wärme bei einem Kelvin-Temperaturgefälle durch einen Quadratmeter (qm) Wandfläche verloren geht und wird in Watt pro Quadratmeter (W/qm K) gemessen. Je kleiner der U-Wert eines Bauteils, desto besser ist das Wärmedämmvermögen. Hierbei sind nicht nur die Scheiben selbst, sondern auch der Rahmen von großer Bedeutung. Auch wenn der Fenster-Austausch im günstigsten Fall zeitgleich mit einer Fassadensanierung stattfinden sollte, lohnt es sich jederzeit, beim nächsten Fenster- oder Fassadenbauunternehmen nach den Einsparungen, Kosten und Einbaumöglichkeiten einer Einzelmaßnahme zu fragen.
zg