Spitzensport in der Region
Empfang für Teilnehmerinnen der Leichtathletik-EM
WebCode: em1001
09.06.2010, Heidelberg - Mit einem Empfang im Heidelberger Olympiastützpunkt ehrten sowohl Sportregion als auch Metropolregion Rhein-Neckar die erfolgreichen Teilnehmerinnen an der Leichtathletik-Europameisterschaft.
„Ich glaube wir sind alle begeistert von den Spitzenleistungen, die Sie in Barcelona erbracht haben“, begann Dr. Eckart Würzner seine Begrüßung. Er war an diesem Tag in einer Doppelfunktion anwesend: als Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg und Vorsitzender der Sportregion Rhein-Neckar. Insgesamt stammen von den 16 deutschen Medaillengewinnern drei aus der Metropolregion.
Der Europameister im Weitsprung Christian Reif konnte beim Empfang leider nicht anwesend sein. Der beim ABC Ludwigshafen trainierende Böhl-Iggelheimer hatte in Barcelona mit einer Weite von 8,47 Metern Gold gewonnen.
Europas schnellste Frau
Mit der schnellsten Vorlaufzeit von 11,27 Sekunden hatte Verena Sailer in der leichtathletischen „Königsdisziplin“ 100 Meter das Halbfinale erreicht. Dort qualifizierte sich die 24-Jährige dann mit 11,06 Sekunden, bei etwas zu starkem Rückenwind, für das Finale. In einer Zeit von 11,10 Sekunden konnte sie den Endlauf dann für sich entscheiden und die Goldmedaille mit nach Hause nehmen.
Ihre Teamkollegin Anne Möllinger hatte in Barcelona in der 100-Meter-Disziplin mit 11,51 Sekunden ebenfalls das Halbfinale erreicht.
Trainiert werden die beiden Sprinterinnen vom Bundestrainer Valerij Bauer, der die aus Illertissen im Allgäu stammende Verena Sailer auch entdeckt hatte. Über den TV Kempten und LAC Quelle Fürth kam die WM-Finalteilnehmerin von 2007 zur MTG Mannheim. Die aus Worms stammende Anne Möllinger ist bereits seit 2003 bei der MTG; sie kam von der Leichtathletik-Abteilung der TG Worms.
Die Athletinnen hätten sich bei der EM „gegen eine Auswahl durchgesetzt, die beachtenswert war“. Hierfür gehe der Glückwunsch der ganzen Metropolregion an die sympathischen Sportlerinnen, die beide bei der MTG Mannheim ihr sportliches Zuhause gefunden haben, so Dr. Würzner in seiner Ansprache. albfinale
Mit 4,65 Metern Bronze ersprungen
In der recht jungen Disziplin des Stabhochsprungs der Frauen, die erst vor zwölf Jahren eingeführt wurde, konnte sich die für den ABC Ludwigshafen startende Lisa Ryzih die Bronzemedaille sichern. Ihre Teamkollegin Silke Spiegelburg vom TSV Bayer Leverkusen hatte mit der gleichen Höhe EM-Silber geholt.
Die 21-jährige Athletin stammt aus einer Stabhochspringer-Familie. Ihr Vater Wladimir hatte bereits Anfang der 1990er Jahre in Zweibrücken ein Leistungszentrum für Frauen-Stabhochsprung aufgebaut. Ryzihs Schwester Nastja hatte 1999 im Stabhochsprung die Qualifikation für die Weltmeisterschaft geschafft und nahm 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teil.
Hartes Training als Voraussetzung für den sportlichen Erfolg
Dass einem solche Leistungen aber nicht einfach zufallen, erklärte Verena Seiler im Interview. So trainiert die Sportmanagement-Studentin neunmal in der Woche jeweils zwischen zwei und drei Stunden. Ihre Teamkollegin Anne Möllinger, die an der Heidelberger Uni Sport und Mathematik studiert, muss ebenfalls Ausbildung und Training koordinieren. Dies gelinge mit der Unterstützung durch den Olympiastützpunkt jedoch bestens.
Die Männer im Hintergrund
Geehrt wurden aber nicht nur die erfolgreichen Leichtathletik-Frauen, sondern auch die Personen im Hintergrund. So dankte Dr. Würzner vor allem Valerij Bauer, dem Trainer von Verena Sailer, und dem Mannheimer Rüdiger Harksen, Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Sprint-Strecken. Harksen betonte in seiner kurzen Dankesrede, dass der DLV bereits seit der „ersten Stunde“ mit dem Olympiastützpunkt Heidelberg verbunden sei.
Das neue Ziel heißt London 2012:
Olympiastützpunkt Rhein-Neckar bestens aufgestellt
Mit den herausragenden Athletinnen und Athleten der Sportregion ist der Olympiastützpunkt Rhein-Neckar bestens aufgestellt. Das nächste Ziel ist nun die Olympiade in London im Jahr 2012.
Das Bild zeigt v.l.n.r. Bundestrainer Valerij Bauer, Verena Sailer, DLV-Cheftrainer Rüdiger Harksen, Anne Möllinger, OB Eckart Würzner, Lisa Ryzih und Präsident des Olympiastützpunkts Prof. Michael Hölz.
dyh
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