Trends im Studium
Hochschule – Mehr als Wissen
13.10.2009, Heidelberg - Berge von Theoriewissen, aber kein Sinn für die Praxis?
Von Hochschulabsolventen wird heute mehr erwartet als gute Noten. Berufseinsteiger müssen beim zukünftigen Arbeitgeber auch mit Praxiserfahrung, internationaler Gewandtheit und sozialen Kompetenzen punkten.
Angehende Studenten sollten sich darum vor dem Studium gut informieren: Welche Hochschule bietet mehr als die reine Vermittlung von Wissen und wo lehren neben Professoren aus der Forschung auch Dozenten aus der Praxis?
Die Ansprüche an die Hochschulen sind gestiegen: Sie sollen ihren Studierenden neben dem Fachwissen Werte wie Verantwortung und Weltoffenheit mit auf den Weg geben. Gleichzeitig sollen Studieninhalte stärker an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst werden, um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Die Hochschulen reagieren mit kombinierten oder gänzlich neu entwickelten Studiengängen. In Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft halten die Lehrpläne so mit der Entwicklung jenseits der Hörsäle Schritt. Vor allem der Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Zahlreiche Studiengänge sind interdisziplinär aufgebaut:
Der Studiengang Wirtschaftspsychologie kombiniert fachliche Inhalte der Betriebswirtschaftslehre mit denen der Angewandten Psychologie und vermittelt darüber hinaus die erforderlichen Handlungs- und Sozialkompetenzen für die Übernahme von Führungsaufgaben.
Medizinpädagogen schließen eine Lücke an den Schulen des Gesundheitswesens. Denn dort unterrichten zu wenige Lehrkräfte mit einem entsprechenden Hochschulabschluss. Der Studiengang Medizinpädagogik gibt den Studierenden neben dem medizinischen Fachwissen auch das Handwerkszeug für die Unterrichtsplanung, -durchführung und -evaluation mit auf den Weg.
Die Absolventen des Studiengangs Wirtschaftsinformatik überzeugen Arbeitgeber schon seit langem von den Vorteilen eines interdisziplinären Studiengangs. Sie können eine Software nicht nur entwickeln, sondern auch ihre Chancen auf den Absatzmärkten einschätzen. Die Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Programmierkünsten macht sie zu willkommenen Fachkräften im IT-Sektor.
Absolventen ohne Scheuklappen
Wer im Job erfolgreich sein will, sollte nicht nur mit Zahlen, Programmiersprachen oder Molekülen umgehen können, sondern auch soziale Kompetenzen einbringen. Wer Konflikte geschickt löst und Teamgeist beweist, qualifiziert sich für Führungspositionen.
Soft Skills bringen einen im Berufsleben voran und können schon im Studium gezielt trainiert werden. Die Fähigkeit, sich auf andere Kulturen einstellen zu können, wird dabei immer wichtiger. Denn was in Deutschland als geeignete Kommunikationsstrategie gilt, kann in anderen Ländern der falsche Ansatz sein. Vor allem Unternehmen, die rund um den Globus agieren, erwarten darum von Hochschulabsolventen interkulturelle Kompetenz. Die erlangen Studierende nicht nur in speziellen Kursen, sondern vor allem durch Auslandssemester und den Kontakt mit internationalen Studierenden an der eigenen Hochschule.
Wer sich lange Zeit mit einem bestimmten Fach beschäftigt, läuft Gefahr den Blick fürs große Ganze zu verlieren. Das ist fatal, denn Unternehmen wirtschaften nicht isoliert, sondern als Teil und im ständigen Austausch mit der Gesellschaft. Das Fach Unternehmensethik setzt dort an, wo gesetzliche Vorschriften aufhören. An vielen Hochschulen gehört es mittlerweile genauso in den Lehrplan eines betriebswirtschaftlichen Studiengangs wie die doppelte Buchführung.
Die SRH Hochschule Heidelberg geht zum Beispiel noch einen Schritt weiter: Am bundesweit ersten Lehrstuhl für Freiheitsforschung bringen Dozenten den Studierenden die Ideengeschichte der Freiheit näher. Denn gerade in Krisenzeiten – wenn die Angst vor der Freiheit zunimmt – ist es zentral, dass sich die Studierenden der Traditionen vergewissern, auf denen individuelle Freiheit, Demokratie und ein freier Markt basieren.
Lebenslanges Lernen
Genau wie die Persönlichkeit sich ein Leben lang entwickelt, lernt der Mensch nie aus. Besonders wer Erfolg im Berufsleben haben möchte, sollte die Neugier und Freude am Lernen nicht verlieren. Mit berufsbegleitenden Studiengängen und Weiterbildungsmastern bieten Hochschulen vielfältige Möglichkeiten, sich nach Feierabend zusätzliches Wissen anzueignen. Das kann im Präsenz- oder im Fernstudium passieren. Mit familienfreundlichen Angeboten wenden sich Hochschulen verstärkt an Eltern, die ihre Pause vom Beruf nutzen wollen, um fachliche Kompetenzen zu erweitern.
Privathochschulen in Baden-Württemberg
- International University in Bruchsal www.i-u.de
- Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg www.hjs.uni-heidelberg.de
- SRH Hochschule Heidelberg Staatliche anerkannte Fachhochschule der SRH
- Hochschulen gGmbH www.srh.de/heidelberg
- School of management der heilbronn business school gGmbH Staatliche
anerkannte Fachhochschule www.heilbronn-business-school.de
- Merkur Internationale Fachhochschule Karlsruhe Staatlich anerkannte
Fachhochschule der MAI Privathochschule gGmbH www.merkur-fh.org
- Hochschule der Bundesagentur für Arbeit Staatlich anerkannte
Fachhochschule für Arbeitsmanagement (Mannheim) www.fh-arbeit.de
Dieser Beitrag wurde zur Verfügung gestellt vom Heidelberger Bildungs- und Gesundheitsanbieter SRH. Infos unter www.srh.de
SRH Holding