08. Februar 2012

Das Berufspraktische Jahr

Praktikum: Verkäufer im Einzelhandel

15.08.2010, Hockenheim -

Fünf Praktikanten berichten von ihrem Berufspraktischen Jahr.
In unserer Printausgabe Nr. 49 vom 2. Dezember 2009 berichteten wir über das Erfolgsmodell „Berufspraktisches Jahr" (BPJ).

Seit 25 Jahren gibt es das Berufspraktische Jahr und ein Platz in diesem Projekt hat schon vielen beim Start in den Beruf geholfen. Das BPJ qualifiziert junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung durch ein Langzeitpraktikum (6 bis 12 Monate) in ortsansässigen Betrieben. Einmal pro Woche findet ein Berufsschultag in Wiesloch oder Hockenheim statt, an dem ein Austausch von Praxis + Theorie erfolgt, Allgemeinwissen vermittelt und Schlüsselqualifikationen trainiert werden. Während des Praktikums werden die Praktikantinnen und Praktikanten sozialpädagogisch betreut.

In den nächsten 5 Ausgaben möchten wir Ihnen gerne 5 Teilnehmer der BPJ-Klasse 2009/2010 der Louise-Otto-Peters-Schule aus Wiesloch und Ihre Praktikumsbetriebe vorstellen.

Den Anfang macht Pascal Ehringer aus Reilingen, der im Oktober 2009 mit seinem Praktikum bei Obst + Gemüse Klever aus Hockenheim begann.

Sein Ausbildungswunsch: Verkäufer im Einzelhandel.

Pascal, warum hast Du BPJ gemacht?

Eigentlich hatte ich schon 1 Jahr mit einer Ausbildung zum Mechatroniker hinter mir, als der Betrieb mir mitteilte, dass er mich wegen der schlechten Wirtschaftslage nicht weiter ausbilden kann. Das war im September 2009, da war es natürlich fast aussichtslos einen neuen Ausbildungsplatz zu finden.

Wie bist Du dann auf das BPJ gekommen?

Über die Agentur für Arbeit.

Und wie hast Du Deinen Praktikumsplatz gefunden?

Durch meinen Freund, den Sohn meines Chefs Herr Klever. Wir hatten schon öfter beide mitgeholfen und mir hat die Arbeit Spaß gemacht. Deshalb habe ich Herrn Klever gefragt, ob ich das einjährige Praktikum bei ihm machen kann.

Was sind denn so Deine Aufgaben?

Da ich hauptsächlich auf den Märkten im Einsatz bin, muss ich natürlich beim Auf- und Abbau des Marktstandes helfen und beim Verkauf.

Was glaubst Du hast Du in diesem Jahr gelernt?

Vor allem der Umgang mit den Kunden.

Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Am schönsten fand ich die Spargelzeit. Da kam man gut ins Gespräch mit den Kunden und ich konnte sie beraten.

Obst + Gemüse Klever ist vielen in der Region durch seine Marktstände auf den Wochenmärkten in Schwetzingen, Plankstadt oder Oftersheim bekannt. Schon in vierter Generation betreibt Michael Klever das Geschäft, das bekannt ist für seine frische Ware, die zum Teil noch aus eigenem Anbau stammt.

Wer Michael Klever an seinem Marktstand erlebt, spürt dass er den Kontakt zum Kunden liebt. Der Spaß und die Freude am arbeiten ist wohl auch auf Pascal übergesprungen, denn er hat sein Praktikum mit Begeisterung absolviert. Seine Belohnung: Er wird nach dem Praktikum in die Ausbildung übernommen.

BBQ Berufliche Bildung gGmbH organisiert das BPJ in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kammern, der Agentur für Arbeit und der Louise-Otto-Peters Schule Wiesloch und Hockenheim.

Auch junge Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, können am BPJ teilnehmen. Liegen die entsprechenden Voraussetzungen vor, kann die Agentur für Arbeit den beteiligten Betrieben Zuschüsse zur Vergütung und Sozialversicherung der Teilnehmer aus dem EQJ-Sonderprogramm gewähren. Das BPJ wird vom Europäischen Sozialfond kofinanziert.
Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Frau Claudia Weitzel 0621 40042-38, Frau Eva Schlobat 0621 40042-30 oder Herrn Christian Dittler Mobil: 0170 1646319 und im Internet unter: www.bbq-zukunftskurs.de



zg
Weiterführende Inhalte
  • Ein Praxisjahr als Bäcker
  • Eine Praktikantin berichtet: Mediengestalterin
  • Ein Praktikant berichtet: Koch
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