Der Wunsch des Betreibers ist es, mit dieser Zusammenstellung die landwirtschaftliche Vergangenheit und die damit verbundene Erzeugung von Nahrungsgütern für den Menschen in Erinnerung zu halten. Er möchte unseren Kindern und Enkeln das damalige Leben und Arbeiten ihrer Vorfahren zeigen und nahebringen. Denn mit dem Verschwinden der Bauern in den Dörfern, verschwinden auch immer mehr die Kultur, die bäuerliche Struktur, sowie die dörfliche Gemeinschaft.
Einblicke in das Leben dazumals
Bauernhofmuseum Distelhausen
Dem Betreiber liegt es sehr am Herzen, durch sein Museum die landwirtschaftliche Vergangenheit aufrechtzuerhalten.
1984 kaufte Bertold Hollerbach über einen Kollegen für 150 Mark einen alten Schlepper der jetzt in schwarzem Lack inmitten des Bauernhofmuseums in Distelhausen einen Ehrenplatz bekommen hat. Mit ihm fing schließlich alles an. Im Jahre 2004 wurde das Museum im alten feierlich eingeweiht und für die Bevölkerung geöffnet.
Im elterlichen Hof seiner Frau, welcher um 1835 erbaut wurde, präsentiert Bertold Hollerbach heute eine überreiche Palette von Zeugen der letzten 150 Jahre und vermittelt das Berufsbild und die schwere Arbeit des Bauern, welche zwischenzeitlich aus dem Gedächtnis gelöscht wurde.
Die schwere Handarbeit der Getreide- und Grünkernernte sowie die alten Berufe Schmied, Wagner, Schreiner usw. gehören zum Bild der dörflichen Gemeinschaft ebenso wie der Bauernhof. Werkzeuge dieser Berufe, Arbeitsgeräte und Gebrauchsgegenstände aus längst vergangener Zeit, uralte Schlepper und Maschinen sind im Museum zu besichtigen.
Etwa 5000 Exponate aller Art, liebevoll bis über die Landesgrenzen hinaus vom Ehepaar Hollerbach zusammengetragen, erzählen vom harten Leben des Bauern in Haus, Stall und Feld. Die ehemaligen Getreidespeicher bergen heute eine Fülle von landwirtschaftlichem Gerät wie Traktoren, Eggen, Pflüge oder auch Lastschlitten. Alte Feldgrenzsteine säumen den Eingangsbereich des Hofes, der direkt an der Bundesstraße im Tauberbischofsheimer Stadtteil Distelhausen in der Nähe der Brauerei liegt.
In der großen Scheune haben 8 Schlepper ihren Platz gefunden, darunter ein Lanz-Bulldog von 1939 mit 25 PS und einem Zylinder. Daneben stehen und hängen Handwagen, Schubkarren, Fahrräder (die ersten Transportfahr- zeuge auf dem Bauernhof), eine Mistbritsche und Futterschneide- maschinen, die per Hand betrieben wurden.
Einer der ersten Mähdrescher Distelhausens dient dazu, die Getreidegeschichte zu vermitteln. Im früheren Heu- und Strohlager, im oberen Stockwerk der Scheune, kann man sich nicht nur einen Überblick darüber verschaffen, wie Obst und Grünkernernte einst abliefen, sondern allerlei Werkzeuge von Schmied, Wagner und Dorfschreiner aus nächster Nähe bestaunen.