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Wahrzeichen von Weinheim

Burg Windeck und Wachenburg

Burg Windeck und Wachenburg

Jürgen Eck

Die beiden Burgen sind die Wahrzeichen der „Zweiburgenstadt“ Weinheim. Von der Burgruine Windeck gesehen, liegt dem Besucher die Stadt zu Füßen. Von der höheren Wachenburg die ganze Rheinebene. Beide Burgen sind von der Stadt aus auch zu Fuß erreichbar.

Auf einem 222 Meter hohen Bergkegel, dem Schlossberg, veranlasste um 1100 Abt Benno vom Kloster Lorsch den Bau der Burg Windeck - zum Schutz des umfangreichen Lorscher Besitzes. Nach wechselvoller Geschichte, geprägt durch Zerstörung und teilweisen Wiederaufbau, gelangte die Burgruine 1978 in den Besitz der Stadt Weinheim. Die Windeck ist die nördlichste badische Burg und nach der Starkenburg die zweitälteste Burg an der Bergstraße.

Der 28 Meter hohe Bergfried, vermutlich ein Bau des 14. Jahrhunderts, bildet den am besten erhaltene Bauteil der Anlage. Der ursprüngliche Zugang über das Burgtor war kleiner und nicht mit einer Treppe, sondern nur über Leitern erreichbar. Im Fußboden befindet sich das „Angstloch", der Eingang zum elf Meter tiefen Verlies. Von Frühjahr bis Herbst verwandelt sich der Burghof in einen der schönsten Biergärten der Region. Auf den abgebrochenen Zinnen kann man wunderbar sitzen, hinab auf die mittelalterliche Altstadt schauen oder Live-Musik bei verschiedenen Konzertveranstaltungen erleben.

Im Vergleich mit den anderen Burgen der Bergstraße, des Odenwalds und des Neckartals ist die Weinheimer Wachenburg noch ein echter „Jungspund“. Erbaut wurde die Burg zwischen 1907 und 1927 im historistischen Stil durch den Weinheimer Seniorenkonvent (WSC), einem Zusammenschluss akademischer Korporationen. Die Burg ist als Tagungs- und Gedächtnisstätte eingerichtet.

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