Die Tiefe suchen, um die Weite zu gewinnen: Dieses Prinzip, dieser Anspruch, ist – quer durch alle Schaffensphasen – bestimmend für Fritz Ruoffs Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft. Mehr und mehr werden dabei Menschen, Bäume, Wiesen, Häuser und Äcker zu Chiffren jener Intensität, die Fritz Ruoff schließlich in das sehr weltlich gemeinte konkret Heilige und das gerade in der Reduktion ungemein spannungsvoll heilige Konkrete führt. Die Werkschau mit dem Titel „Fritz Ruoff – Figur Landschaft“ zeigt mit öffentlich noch nie gezeigten Werken und selten präsentierten Schätzen der Ruoff Stiftung, wie sich Fritz Ruoff der Landschaft als einer beseelten Figuration nähert. Von Beginn seiner zeichnerischen und parallel überraschend frühen malerischen Arbeit an richtet Fritz Ruoff die Aufmerksamkeit der Betrachterinnen und Betrachter auf das Wesenhafte von Menschen und Dingen und auf das Dahinterliegende. Die Auseinandersetzung mit der Landschaft macht dies in besonderer Weise deutlich. Ruoff nähert sich als „Gast“, nähert sich weniger einer realen Erscheinungsform als vielmehr einem Versprechen. Dieses liegt fast immer in der Tiefe. Wege, häufig zentral gesetzt, markieren Übergänge; einander überlagernde Horizontlinien wiederum formieren sich ebenso zu Grenzziehungen wie auch zu erst noch zu entdeckenden Orten.

Bitte beachten: Im August ist die Stiftung geschlossen!

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