»Gut stehen wir da zurzeit.« Die vier Kardinaltugenden Fortitudo, Justitia, Temperantia und Prudentia treffen sich alle zehn Jahre zur Bestandsaufnahme des gesellschaftspolitischen Verhaltens. Wo Jahrtausende lang Hochmut, Habgier und Wollust bei den Menschen ganz hoch im Kurs standen, ist endlich eine Zeitenwende gekommen! Tugenden sind in, Sünden sind out! Nun prägen Nachhaltigkeit, Empathie und solidarisches Miteinander das kollektive Bewusstsein. Eigentlich sollten jetzt alle zufrieden sein, doch die vier Tugenden sind skeptisch. Die Autorin Rebekka Kricheldorf, Expertin für Gesellschaftssatiren, schaut genauer hin – was steckt hinter dem allgemeinen Trend des Gutmenschentums? Alles nur Show oder lang ersehnter Umbruch? »Ist der Mensch wirklich imstande, sich gleichermaßen für das Gute zu entscheiden? Ich frag ja nur.«

Rebekka Kricheldorf war Hausautorin am Nationaltheater Mannheim und am Theaterhaus Jena. Sie schrieb zahlreiche Auftragswerke für verschiedene Theater, u. a. das Staatstheater Kassel, das Deutsche Theater Göttingen und das Deutsche Theater Berlin. Sie erhielt mehrere Stipendien und Preise, z.B. den Verlegerpreis und den Publikumspreis des Heidelberger Stückemarkts, den Kleist-Förderpreis, den Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg und den Kasseler Preis für Komische Literatur, sowie mehrere Einladungen zu den Theatertagen in Mülheim und den Autorentagen in Berlin. 2021 erschien ihr erster Roman »Das Lustprinzip«.

»Die Guten« wird uraufgeführt im Rahmen von Remmidemmi. Das Widerstandsfestival und ist am 7., 8. und 9. Oktober 2022 zu sehen auf Route 4: Aktivist*innenRoute 5: Guerillas und Route 6: Whistleblower*innen.

Termine

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Einlass

  • 18:30 Uhr