Seit Jahren ist die Buchbranche im Umbruch. Die Digitalisierung schreitet voran, die Konzentration auf dem Buchhandels- und Verlagsmarkt ebenso. Der Buchmarkt hat in den letzten fünf Jahren über 6 Millionen Buchkäuferinnen und Buchkäufer verloren. Die Buch-Lesefreudigkeit, gerade bei jungen Menschen, lässt nach. Die Smartphonisierung unserer Gesellschaft stellt alles auf den Kopf. Alles muss in kurzer Zeit durch immer neue Erfahrungen und Informationen ersetzt werden. Für Tiefgang fehlt die Zeit. Der Wecker im Smartphone, das Twitter-Gezwitscher takten das Leben. Freunde gibt es nur noch im Netz. Wo bleibt dabei das Kulturgut Buch? Ist es noch wert, für das Buch und die damit verbundenen gewachsenen Werte zu kämpfen? Wenn ja, bedarf es dann dafür einer neuen Bildungsinitiative, eines umfassenden, spartenübergreifenden gesamtgesellschaftlichen Dialogs? Event

Manfred Metzner lebt als Verleger (Verlag Das Wunderhorn) in Heidelberg. 2000 – 2010 Vorsitzender der Kurt-Wolff-Stiftung. 2006 – 2014 Lehrbeauftragter für Kulturvermittlung und Verlagswesen an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. 2008 Ernennung durch den französischen Staatspräsidenten zum „Officier dans l’ordre national du mérite“. 1994 – 2016 Gründungsleiter der Heidelberger Literaturtage.

Torsten Casimir, Jahrgang 1961, hat in Münster Publizistik, Germanistik und Musikwissenschaft studiert. Er promovierte 1989 mit einer Arbeit über Musikkommunikation. Seit 2006 ist er Chefredakteur des Fachmagazins „Börsenblatt“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt.

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Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Literaturtage