Im Büro des College-Professors John. Die junge Studentin Carol bittet ihren renommierten Dozenten – seines Zeichens erfolgreicher Autor, kurz vor der Berufung auf eine Professur auf Lebenszeit, den Hauskauf fast in trockenen Tüchern – um Hilfe. Das Lernen fällt ihr schwer, sie versteht die Lektüre im Seminar nicht.

John, subtil herablassend, sagt ihr seine Hilfe zu: Private Nachhilfestunden, revidierte Benotungen – alles kein Thema, alles machbar. Doch was zunächst als übermäßiges, etwas unbeholfenes Zuvorkommen von Johns Seite interpretiert werden kann, wird von Carol ganz anders aufgefasst. Beim nächsten Zusammentreffen hat sie John bereits der sexuellen Zudringlichkeit bezichtigt. Sehr schnell steht Johns Karriere auf dem Spiel. Was als alltägliches Zusammentreffen zwischen Professor und Studentin begonnen hat, entwickelt sich zu einem existenziellen Machtspiel.

Mit »Oleanna« hat der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete und zweimal für den Oscar nominierte US-amerikanische Schriftsteller David Mamet 1992 ein Stück über Macht und Machtmissbrauch geschrieben. Im Zuge der #MeToo-Debatte liest sich das Stück höchst heutig: Es beschreibt vielschichtig und ergebnisoffen, wie schwer es ist, in der Uneindeutigkeit komplexer Beziehungsverhältnisse eine objektive Wahrheit herauszufiltern.

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Veranstalter: Theater und Orchester Heidelberg