Vortrag im Rahmen der offenen Zehntscheuer in Ammerbuch-Reusten

Wie kaum zwei weitere deutschsprachige Schriftsteller des 20. Jahrhunderts sollten Thomas Mann und Hermann Hesse mit Werken wie den „Buddenbrooks“, dem „Zauberberg“, dem „Doktor Faustus“ oder dem „Steppenwolf“, dem „Siddhartha“ und dem „Glasperlenspiel“ die Lesegewohnheiten und das Literaturverständnis ganzer Generationen nachhaltig beeinflussen. Als Konsequenz hieraus entstanden schon zu Lebzeiten der beiden Autoren nahezu zwei gleich große literarische Lager, welche den Einen verehrten, gleichzeitig den Anderen jedoch aber auch verdammten. Ungetrübt dessen pflegten Hermann Hesse und Thomas Mann eine ausgewiesene Freundschaft, die trotz einer Vielzahl von tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen über Jahrzehnte hinweg Bestand haben sollte. Doch was verband den aus einer wohlhabenden Lübecker Kaufmannsfamilie stammenden Mann und den in Calw geborenen schwäbischen Missionarssohn Hesse, die auf den ersten Blick kaum Berührungspunkte aufweisen? Ausgehend von den unterschiedlichen Prägungen und Persönlichkeiten der beiden Literaturnobelpreisträger beleuchtet der Vortrag deren Leben und Wirken in unruhigen Zeiten und sucht gemeinsame Spuren in ausgewählten Werken. Abschließend geht er der Frage nach, wem denn nun die Lesergunst zu gelten habe: Hermann Hesse oder Thomas Mann?“

Termine

  • Mittwoch, 20.11.2019 um 18:30 Uhr bis 22:00 Uhr

Veranstalter: Förderverein Ammerbuch-Reusten e.V.