Welche Rolle spielt Geschlechtlichkeit in der Jugendarbeit? 

 

Ein wesentliches Ziel von Jugendarbeit ist es, heranwachsende Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und -identitäten. Insbesondere für Mädchen und junge Frauen wird hierfür immer wieder die Forderung nach geeigneten Schutzräumen laut, um eine Auseinandersetzung über Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Erwartungen von und an Frauen zu ermöglichen.
 
In diesem Seminar soll eine heterogene Gruppe aus Männern und Frauen in verschiedenem Alter und mit verschiedenen Erfahrungen zum Austausch zusammenkommen. Durch Phasen der Geschlechtertrennung und die anschließende Arbeit im Plenum kommen wir der Frage näher, ob und welche Rolle Geschlechtlichkeit auch heute noch in der Jugendarbeit spielt.
 
Es gilt zu erarbeiten:
In welcher Form sind diese Schutzräume in der Jugendarbeit tatsächlich nötig und sinnvoll? Wie können sie praktisch hergestellt und in den Regelbetrieb eingebunden werden? Wie lässt sich eine solche Arbeit begründen und welche Haltungen sind dafür hilfreich? Und welche Relevanz soll Geschlechtersensibilität in unserer Arbeit haben?
 
Im Rahmen des Seminars werden auf diese Fragen keine vorgefertigten Antworten geliefert. Vielmehr wird der aktuelle Forschungsstand verknüpft mit den biographischen Erfahrungen der Teilnehmer*innen. Der gegenseitige Austausch, die gemeinsame Suche nach Fragen und Antworten und die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie stehen im Mittelpunkt. Mit Kopf, Herz und Hand sollen so Haltungen überprüft, die eigene Aufmerksamkeit geschärft und methodische Kompetenzen erlernt werden.

ReferentInnen
Anna Kamenik, Simon Gmeiner

Gedacht für Jugend- und Jugendfreizeitleiter*innen der verbandlichen und der offenen Jugendarbeit, für pädagogische Fachkräfte und in Ganztagsschulen Tätige.

Termine

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Veranstalter: