Referentin: Dr. Anke Blöbaum, Otto von Guericke Universität Magdeburg (Institut für Psychologie)

Die Umweltpsychologie befasst sich seit mehr als 30 Jahren mit den Bedingungen umfassender Verhaltensänderungen im Kontext des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung, also mit der Frage, wie Menschen dabei unterstützt werden können, sich klimaschützender, ressourcenschonender zu verhalten. Hier erscheint es wichtig, unterschiedliche Typen des ökologischen Handelns zu differenzieren: Privates Umweltschutzverhalten (z.B. Energiesparen im Haushalt) und kollektives, öffentliches Verhalten. Studien belegen, dass die Bedingungen für diese Verhaltenskontexte ganz verschieden ausfallen.

Am Beispiel eines wissenschaftlich etablierten Handlungsmodells wird erläutert, warum Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Handlungsphasen zur Lebensstiländerung auch unterschiedliche Formen der Unterstützung benötigen.

Dabei wird erläutert, wie der Weg vom wachsenden Problembewusstsein über das Entstehen einer Veränderungsbereitschaft bis zur tatsächlichen Umsetzung dieser Bereitschaft verläuft. Es wird diskutiert, welche Rolle individuelle Überzeugungen, umweltbezogene persönliche Normen aber auch gesellschaftlichen Normen und Erwartungen spielen, d.h. wie unsere Absichten, unser Verhalten zu ändern durch gesellschaftliche Diskurse, die Konfrontation mit Probleminformationen (z.B. vermittelt über Medien), oder die Information über das Verhalten anderer Personen beeinflusst werden. Es wird diskutiert, inwieweit konkrete Maßnahmen, soziale Unterstützung ebenso wie gute Anreize (für Investitionen oder Deinvestitionen) uns helfen, nachhaltiges Handeln zu realisieren, und wie gleichzeitig fehlende Infrastrukturelle Rahmenbedingungen uns das Handeln erschweren, auch wenn wir bereits motiviert sind, unser Verhalten zu ändern.

Weitere Informationen

Details und weitere Informationen zur Veranstaltung sind der auf der Website der Klima Arena zu finden.

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