Nach der internationalen Ausschreibung des Kunstmuseums Reutlingen im Herbst 2020 zum Ankauf von Holzschnitten wurden 21 künstlerische Positionen aus über 250 Bewerbungen ausgewählt. Die technisch und inhaltlich sehr unterschiedlichen Holzschnitte werden im neu gestalteten Ausstellungsraum des Kunstmuseum Reutlingen | Galerie präsentiert. Neben den Werken der jurierten Künstler*innen treten zudem ausgewählte Holzschnitte aus der Sammlung auf, deren Entstehung mehr als eine Generation vor den Werken der Gegenwartskünstler*innen liegt.

Figur und Kopfdarstellung, Tierwelt und Stillleben, Landschaft und Architektur, Kartografie oder geometrische Abstraktion – diese thematische und gattungsspezifische Vielfalt kennzeichnet die Ausstellung. Die künstlerischen Diskurse der 21 Künstler*innen, welche die Basis dieser Ausstellung bilden, greifen Kindheitserinnerungen, Kulturwerke und Kulturwerte, Prozesse der Neuwahrnehmung und Umorientierung resultierend aus Zerstörung oder Reduktion oder visuelle Irritationen und Mehrdeutigkeiten auf. Es sind verwandte Motive und Themen, die in den Werken der früheren Künstlergenerationen – beispielsweise Otto Freundlich, Julius Bissier oder HAP Grieshaber – zu finden sind. In der Ausstellung treten Gegenwart und jüngere Vergangenheit getrennt durch die Präsentation an der Wand und – etwas verborgener – in Vitrinen einander gegenüber.

Gerd Arntz | Willi Baumeister | Julius Bissier | Lyonel Feininger | Adolf Fleischmann | Otto Freundlich | Gottfried Graf | HAP Grieshaber | Werner Höll | Edmund Kesting | Wilhelm Laage | Gerhard Marcks | Wilhelm Morgner | Hans Neumann | Lothar Schreyer | Carl Thiemann | Félix Vallotton | Walter Wahlstaed

Kurator: Rainer Lawicki

Termine

Momentan sind leider keine Termine bekannt.

Einlass

  • 11:00 Uhr